Judo: Berliner Trainer zu Haftstrafe verurteilt - Bildquelle: AFPSIDMARTIN OUELLET-DIOTTEJudo: Berliner Trainer zu Haftstrafe verurteilt © AFPSIDMARTIN OUELLET-DIOTTE

Berlin (SID) - Der Berliner Judo-Trainer Martin K. ist wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Wie das Landgericht Berlin am Montag verkündete, gehe es um 20 Fälle, die teilweise in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Kindern, Vergewaltigung und Körperverletzung stehen. K. verbleibt in Untersuchungshaft, wie das Gericht mitteilte.

Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht, den Opfern wurde teilweise Schmerzensgeld in noch zu klärender Höhe zugesprochen. Nach Feststellung des Gerichts habe K. zwischen 2009 und 2019 insgesamt sieben minderjährige Jungen in seiner Funktion als Trainer missbraucht. Die Taten habe er nach Angaben der Jugendkammer in der Trainingshalle, seinen Privaträumen und auf Turnierreisen verübt. K. hatte die Taten in der Verhandlung bestritten.

"Das Gericht hat ein deutliches Urteil gesprochen. Es ist auch deshalb möglich geworden, weil Betroffene den Mut hatten, sich anzuvertrauen und auszusagen", sagte Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin: "Wir wollen gemeinsam mit unseren Vereinen und Verbänden alles dafür tun, dass es im Sport keinerlei Raum für sexualisierte Gewalt gibt."

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