Anatolij Baal (l.) gibt nach über einem Jahr sein Comeback - Bildquelle: GMC/Foto Seven SportAnatolij Baal (l.) gibt nach über einem Jahr sein Comeback © GMC/Foto Seven Sport

München - Anatolij Baal war schwer angeschlagen. Im doppelten Sinne ausgeknockt.

Denn nach dem K.o. im Dezember 2017 gegen Djamil Chan legte er eine lange Pause ein. Musste sich erst einmal zurückziehen, zu sich selbst finden. Einen Neuanfang vorbereiten. Der steigt bei GMC 19 (am 23. März live auf ranFIGHTING.de) gegen den Kroaten Aleksandar Rakas (15-7).

"Ich musste viel umstellen. Taktik, Technik, Training, Vorbereitung, das Mentale, wenn man so hart niedergeschlagen wird. Den Weg ins Training, eine Motivation finden", sagte er ranFIGHTING.de.

Nein, ein Karriereende stand nicht im Raum. "Aber es war eine Blockade im Kopf, die Angst vor Schlägen, es war eine Überwindung da", räumte Baal ein: "Es war nicht einfach, vor allem wenn man vorher so gehyped wurde. Ich bin aber jetzt zu 100 Prozent bereit anzugreifen und mein neues Gesicht zu zeigen."

Rückschläge auf dem Weg nach oben 

Der "Sibirische Tiger" Baal (8-2) galt bei GMC als kommender Titelherausforderer, der K.o. war aber seine zweite Niederlage innerhalb eines Jahres, hinzu kam ein "No Contest". Durchaus Rückschläge, die er auf dem Weg nach oben zu verkraften hatte.

Er stellt aber klar, dass er keine Ausreden sucht. "Man muss die Dinge wie ein Mann und wie ein Kämpfer nehmen. Ich bin jetzt auf dem besten Weg, es besser zu machen." Er habe zu lange auf andere Menschen gehört, gibt er zu. Und hörte dabei nicht auf sein eigenes Gefühl.

Eine Konsequenz: Die Trennung von seinem bisherigen Trainer Yasin Seiwasser. InMünchen wird der 26 Jahre alte Böblinger erstmals sein eigenes Team, Siberiantiger Martial Arts, repräsentieren.  

Langfristige Pläne hat Baal noch nicht im Kopf. "Ich will einfach nur mal wieder kämpfen, das fehlt mir. Ich lasse mich überraschen, wir werden sehen, was passiert. Ich mache es Schritt für Schritt." 

Aber die Richtung ist klar: In München bestreitet er gegen Rakas einen Catchweight-Kampf bis 74 Kilogramm, also nur 500 Gramm unter dem Limit für das Superleichtgewicht, in dem sich die MMA-Pioniere Nordin Asrih und Ivan Musardo um den vakanten Gürtel duellieren. Baal kann im Titelgeschehen ohne Frage ein Ausrufezeichen setzen.

Lau hat viel vor

Das kann auch Robert Lau. Er ist einer der deutschen MMA-Hoffnungsträger, auch wenn er erst 21 Jahre alt ist und seinen zweiten GMC-Kampf bestreitet. Denn: Lau konnte bereits acht seiner neun Profi-Kämpfe gewinnen und dabei schon in seinem vierten Kampf den zweifachen UFC-Kämpfer Amilcar Alves in der ersten Runde ausknocken.

Er hat ähnlich wie Baal eine längere Pause hinter sich, allerdings aus privaten Gründen. Er musste zum Beispiel in seiner Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker Gas geben. 

Nun greift das Halbschwergewicht wieder an und trifft auf Tim Richter. Für Lau ist es das Debüt im Mittelgewicht. "Wir haben uns gedacht, dass wir das mal auszuprobieren. Wir versuchen, in beiden Klassen so viel wie möglich abzuräumen", sagte er. Heißt: Später will er auch im Halbschwergewicht Champion werden. 

"Spaß haben und Fäuste fliegen lassen"

Gegen den 27 Jahre alten Veteranen Richter will er "Spaß haben, die Fäuste fliegen lassen. Und gewinnen natürlich.

Im Kampf gibt es kein 'der ist älter, erfahrener oder sieht gefährlicher aus'. Ich habe keine Zweifel und gebe mein Bestes, um meinen Gegner auszuschalten." Der nächste Schritt wäre dann sein erster Titelkampf. Mit nur 21 Jahren. 

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