Badr Hari. - Bildquelle: imago/VI ImagesBadr Hari. © imago/VI Images

München - Am Samstag (ab 21 Uhr auf ranfighting.de) steht Kickbox-Star Badr Hari endlich wieder im Ring. Nach einem Jahr Pause will der Marokkaner der Sportwelt wieder zeigen, wer der beste Kampfsportler der Welt ist. Der 36-Jährige hat ein hartes Jahr hinter sich.

Nach einer Knöchelverletzung, die er im Kampf gegen Rico Verhoeven erlitt, sollte er im Sommer zurückkehren. Doch erst verhinderte die Corona-Pandemie die Veranstaltung, dann erkrankte er selbst am Virus. Doch daran will Hari heute nicht mehr denken und wies auch entsprechende Fragen auf einer Pressekonferenz von sich.

"Es war eine schwere Zeit, aber ich bin voll erholt und fühle mich sehr stark", sagte Hari. "Ich war sehr krank, es war eine nicht einfach und mir ging viel durch den Kopf. Lasst uns lieber über den Kampf, als über Corona und meine Quarantäne reden."

Hari ist in alter Form

Stattdessen lenkte der Marokkaner die Fragen auf seinen anstehenden Gegner Benjamin Adegbuyi und gab sich darüber hinaus wortkarg. Nicht mal über seinen alten Widersacher Verhoeven wollte er sprechen und generell jede Antwort im Ring geben. Vor allem nach den schwierigen Monaten, die hinter ihm liegen.

"Ich will einfach nur töten", so Hari. "2020 war ein sehr merkwürdiges Jahr. Ich habe viel Aggression und Emotion in mir. Benni tut mir leid. Wäre es jemand anderes, würde ich eben denjenigen umbringen. Ich bin hungrig."

Für den Marokkaner spielt es dabei keine Rolle, wer ihm bei seinem Comeback gegenübersteht. Hari will schnellstens eine erneute Revanche gegen Rico Verhoeven, wenn ein Sieg über dessen Trainingspartner der schnellste Schritt ist, dann soll es so sein.

"Ich habe keinen Respekt vor ihm", so Hari weiter. “Er ist ein Mensch und wenn der Kampf vorbei ist, dann vielleicht wieder. Aber bis dahin ist er mein Feind. Da gibt es keinen Respekt. Nur Hass und Gewalt und Knockouts. Dieser Typ ist ein leichter Zahltag, leicht verdientes Geld. Das wird ein Spaziergang."

Adegbuyi will Verhoevens Fehler vermeiden

Haris anstehender Gegner Benjamin Adegbuyi zeigte sich ebenfalls in Angriffslaune. Der Rumäne nigerianischer Abstammung hofft darauf, Hari auszuknocken. Das wird jedoch schwierig. Nicht nur, weil Hari ein starker Gegner ist, sondern auch, weil der Marokkaner schnell aufgibt, denkt Adegbuyi.

"Badr kann Leute ausknocken, aber ich kann das auch", ist sich der 35-Jährige sicher. "Aber wenn der Kampf nicht nach seinem Geschmack verläuft, nimmt er den leichten Ausweg. Er weiß es, ich weiß es, jeder weiß es."

Adegbuyi nahm dabei Bezug auf Haris ersten Kampf gegen Verhoeven, als der Marokkaner mit einem verletzten Arm nicht weiterkämpfen konnte. Schon Verhoeven zweifelte die Echtheit der Verletzung an. Hari schob die Aussage weit von sich und erklärte, man habe ja in zahlreichen Kämpfen gegen harte Gegner gesehen, wie schnell er aufgebe.

Adegbuyi: Ich habe mir abgeschaut, wie man nicht gegen Badr kämpft

Dabei hofft Adegbuyi auf ein kleines Ass im Ärmel. Denn der Rumäne konnte in seiner Vorbereitung auf die Erfahrungen von Schwergewichts-Champion Verhoeven und den gemeinsamen Trainer Dennis Krauweel vertrauen, die bereits Erfahrung mit Hari gemacht haben.

Hari konnte im Rückkampf Verhoeven nach mehreren Niederschlägen beinahe ausknocken, bevor er sich am Knöchel verletzte. Adegbuyi hofft, nicht die gleichen Fehler wie sein Trainingspartner zu machen.

"Jeder Kampf ist anders", sagte Adegbuyi. "Ich kämpfe anders als Rico. Ich habe seine Fehler gesehen und daraus gelernt. Ich weiß, was er gut und was er falsch gemacht hat und daher auch, was ich vermeiden muss. Sehr simpel."

Hari: Die Leute wollen Gewalt sehen

Nicht nur das soll sehr simpel sein, auch die Anziehungskraft des Kampfes von Hari. Denn mit dem Duell gegen Adegbuyi betritt Glory am Samstag wieder PPV-Gebiet. Der Superstar geht von großem Interesse aus, auch wenn er seine Fans nicht noch einmal motivieren muss, sein Name allein verspricht schließlich Action.

"Die Leute schauen nicht zu, weil ich es ihnen sage", erklärte Hari. "Die Leute schalten ein, weil ich seit über 15 Jahren Gewalt in den Ring bringe. Die Leute wollen harte Fights sehen, vollen Einsatz und viele Knockouts. Dann sehen die Leute zu. Es ist keine Wissenschaft. Die Leute wollen sehen, wie man anderen weh tut. Und je mehr man das tut, desto mehr Leute schalten ein. So sind die Menschen."

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