Alex Pereira verteidigte seinen Titel durch Knockout - Bildquelle: Glory Sports InternationalAlex Pereira verteidigte seinen Titel durch Knockout © Glory Sports International

München/Utrecht – Alex Pereira heißt der alte und neue Champion im Mittelgewicht von Glory. Der Brasilianer verteidigte seinen Titel bei Glory 65 gegen Jason Wilnis und wagte sich dafür sogar in die Höhle des Löwen und in die Geburtsstadt seines Gegners.

Denn der Brasilianer hatte etwas zu beweisen. Wilnis fügte ihm vor Jahren in seiner brasilianischen Heimat eine schmerzhafte Niederlage zu und gewann Jahre später bei Glory einen weiteren Kampf. Die Motivation auf Seiten Pereiras war klar zu erkennen und entsprechend kurz hielt er das Duell.

Denn schon von der ersten Sekunde an ging Pereira mit harten Händen nach vorne. Noch in der ersten Minute feuerte er einen rechten Head Kick ab, der voll einschlug und Wilnis auf die Bretter schickte. Der Niederländer trug eine Platzwunde am Auge davon, wurde angezählt, rappelte sich aber wieder auf.

Eine Momentaufnahme. Kaum war der Kampf wieder freigegeben, stürmte Pereira auf den angeschlagenen Gegner los und erwischte ihn mit einem eingesprungenen Kniestoß, von dem Wilnis komplett K.o. wie ein nasser Sack umkippte. Der erste Sieg gegen Wilnis und die vierte Titelverteidigung für Pereira.

Grigorian besiegt Nemesis Sitthichai

Fünf Anläufe hat er gebraucht, endlich ist Marat Grigorian am Ziel. Der Armenier konnte sich im fünften Kampf zum ersten Mal gegen Sitthichai Sitsongpeenong durchsetzen und zum neuen Glory-Champion krönen.

Von Beginn an war Grigorian am Drücker. Unermüdlich im Vorwärtsgang, setzte er den Champion sofort unter Druck. Die patentierten Frontkicks des Thailänders, um die Gegner auf Distanz zu halten, verfehlten dieses Mal ihre Wirkung. Stattdessen konnte Grigorian immer wieder die Distanz überbrücken und seine harten Fäuste fliegen lassen.

In der zweiten Runde gelang ihm sogar ein Niederschlag. Fast schon die Vorentscheidung, denn der Titelverteidiger schaffte es anschließend nicht mehr, das Ruder im Verlauf der verbliebenen Runden herumzureißen, stattdessen baute Grigorian seinen Vorsprung sogar noch aus.

Nachdem er zuvor vier knappe und davon zwei geteilte Punktniederlagen einstecken musste, war es dieses Mal eine klare Sache. Vier von fünf Runden gingen an den neuen Champion Grigorian. Doch Duell Nummer 6 dürfte nur eine Frage der Zeit sein.

Wisse überrascht Belgaroui

Für die Überraschung des Abends sorgte Donovan Wisse. Der 21-Jährige konnte Yousri Belgaroui, die Nummer 1 der Rangliste im Mittelgewicht, nach Punkten besiegen. Der deutlich größere Belgaroui kontrollierte die erste Runde, ging dann von einem Head Kick im zweiten Durchgang zu Boden und verlor dadurch den Faden, sodass Wisse seinen dritten Sieg bei Glory feiern konnte.

Neue Gewichtsklasse, gleiche Ergebnisse. Auch im Mittelgewicht geht es für den Niederländer Eyevan Danenberg erfolgreich weiter. Der 26-Jährige feierte gegen Yassine Ahaggan einen schnellen Sieg, in dem er den Franzosen nach zwei Minuten mit einem Knie zum Körper auf die Bretter schickte.

Olofsson sichert sich Titelkampf gegen Meksen

Im einzigen Frauen-Kampf des Abends setzte sich die Schwedin Sofia Olofsson knapp nach Punkten gegen die Engländerin Christi Brereton durch, wobei vor allem ihre Körpertreffer den Ausschlag gaben.

Für die 29-Jährige geht das Training damit sofort weiter, denn durch den Sieg darf sie in vier Wochen schon gegen Anissa Meksen um den Glory-Titel kämpfen.

Im besten Kampf der Superfight Series setzte sich Tyjani Beztati in einem hochklassigen Duell gegen den Kanadier Josh Jauncey durch, in welchem beide drei Runden lang aus allen Rohren feuerten, der Marokkaner jedoch die besseren Treffer landete.

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