Rico Verhoeven (re.) gewann auch den Rückkampf gegen Badr Hari (li.) - Bildquelle: Glory Sports InternationalRico Verhoeven (re.) gewann auch den Rückkampf gegen Badr Hari (li.) © Glory Sports International

München/Arnhem – Im Dezember 2016 brach Glory-Champion Rico Verhoeven dem berühmt-berüchtigten Badr Hari mit einem Kick den Unterarm und besiegte ihn durch technischen Knockout. Mit dem Ergebnis waren beide nicht zufrieden und so kam es drei Jahre später vor 30.000 Zuschauern im ausverkauften Fußballstadion von Arnhem zur Neuauflage. Bei "Collision 2" stand zudem der WM-Titel im Schwergewicht auf dem Spiel, den Verhoeven bis dato achtmal in Folge verteidigt hatte (re-live auf ranFIGHTING.de).

Die "Badr Army" verwandelte die Arena in einen Hexenkessel und buhte Verhoeven bereits beim Einmarsch aus. Der zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und ging von der ersten Sekunde an mit Schlägen und Kicks in die Offensive. Doch Hari erzielte mit einem rechten Konterhaken den ersten Niederschlag des Kampfes. Verhoeven marschierte auch in der zweiten Runde nach vorne und setzte Hari mit Kicks zum Körper und den Beinen zu, aber der war auf der Suche nach dem Knockout und traf mit weiteren Konterhaken zum Kopf.

Zu Beginn der dritten Runde holte Hari Verhoeven zum zweiten Mal von den Beinen, diesmal mit einem linken Kopftritt. Hari wollte nachsetzen und griff mit einem Drehkick an. Verhoeven wehrte den Angriff ab und stieß Hari zu Boden – der verletzte sich dabei anscheinend am Sprunggelenk und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Der Ringrichter erklärte Verhoeven daraufhin zum Sieger durch technischen Knockout.

Luis Tavares gewinnt "Top 5"-Duell

Einst hatte der Niederländer Luis Tavares einen Profivertrag von Feyenoord Rotterdam ausgeschlagen, um sich auf das Kickboxen zu konzentrieren – in Arnhem trat er nun doch einmal in einem Fußballstadion auf. Im "Top 5"-Duell im Halbschwergewicht verteidigte Tavares seine Position als Nummer zwei der Rangliste gegen den zähen Franzosen Stephane Susperregui, die Nummer fünf, mit einem einstimmigen Punktsieg (30:26, 30:26, 29:27, 29:27, 29:27).

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase schickte Tavares seinen Gegner mit einem Körperhaken zu Boden. Susperregui wurde angezählt, kam aber rechtzeitig auf die Beine zurück. Tavares bremste danach seinen Vorwärtsdrang und verwaltete in den Runden zwei und drei nur noch seinen Vorsprung auf den Zetteln der Punktrichter. Susperregui arbeitete selbst nicht genug, um den Kampf noch zu drehen oder vorzeitig zu beenden, sodass Tavares seinen zweiten Sieg in diesem Jahr einfuhr.

Mohammed Jaraya bezwingt Massaro Glunder

Der junge Marokkaner Mohammed "The Destroyer" Jaraya kämpfte in Arnhem erstmals vor den Augen seines großen Idols Badr Hari. Während sich Hari im Backstage-Bereich aufwärmte, besiegte Jaraya den Molukken Massaro "The Project" Glunder in einem harten Kampf einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27, 30:27, 29:28).

Jaraya griff genauso aggressiv und wuchtig an, wie man es von Hari kennt, allerdings mit einem deutlich höheren Volumen. Er suchte immer wieder die Nahdistanz und feuerte Schlagsalven ab, die er meist mit Lowkicks abschloss. Glunder war vor allem mit Schlägen und Kniestößen gefährlich, kämpfte aber lange nicht so aktiv wie Jaraya. Das ermöglichte es Jaraya letzten Endes, erfolgreich auf die Siegerstraße zurückzukehren.

Asa Ten Pow kassiert erste Niederlage

Nach sechs Siegen in Folge verließ der "American Ninja" Asa Ten Pow den Glory-Ring zum ersten Mal als Verlierer. Im Eröffnungskampf von "Collision 2" unterlag er dem jungen Marokkaner Zakaria Zouggary, der Nummer vier der Rangliste im Federgewicht, einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27, 30:27, 30:27).

Ten Pow schien in der ersten Runde von dem Hexenkessel in Arnhem eingeschüchtert gewesen zu sein, fand aber in der zweiten Runde besser in den Kampf und konnte Zouggary streckenweise sogar Paroli bieten. Zouggary war jedoch drei Runden lang der aktivere und vielseitigere Kämpfer und erzielte zum Körper genauso viele Treffer wie zum Kopf.

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