Rico Verhoeven ist der Schwergewichts-Champion von GLORY - Bildquelle: GloryRico Verhoeven ist der Schwergewichts-Champion von GLORY © Glory

München – Als die japanische Organisation K-1, jahrzehntelang der unangefochtene Marktführer im Kickboxen, 2011 in finanziellen Schwierigkeiten steckte, wollten drei kampfsportbegeisterte Investoren aus Europa und den USA die angeschlagene Marke kaufen. Der Deal kam jedoch nicht zustande.

Daraufhin beschlossen die Investoren kurzerhand, eine eigene Organisation zu gründen. Dafür kauften sie die niederländischen Kickbox-Organisationen United Glory und It’s Showtime sowie das Kickbox-Team Golden Glory. Und sie verpflichteten erfahrene Kickbox-Koryphäen wie den Erfolgstrainer Cor Hemmers, die sich speziell um die sportlichen Geschicke kümmern sollten.

Sechs Jahre später sind die GLORY-Events in über 200 Nationen zu sehen, 68 Veranstaltungen wurden in 15 Ländern erfolgreich auf die Beine gestellt und alles, was Rang und Namen hat, ist für die Organisation in den Ring gestiegen – darunter die Kickbox-Legenden Peter Aerts, Remy Bonjasky, Nieky Holzken, Albert Kraus, Giorgio Petrosyan, Robin van Roosmalen, Gökhan Saki, Yoshihiro Sato, Semmy Schilt und Andy Souwer.

Die Champions von GLORY

Erfolgreichster Champion der GLORY-Geschichte ist der Niederländer Rico Verhoeven, der amtierende Titelträger im Schwergewicht (+95 Kilo), der seinen Gürtel seit Juni 2014 achtmal verteidigte hat. Hinter ihm steht der Thailänder Sitthichai Sitsongpeenong mit fünf Titelverteidigungen im Leichtgewicht (-70 Kilo). Bei GLORY 61 in New York City tritt Sitsongpeenong zu seiner sechsten Titelverteidigung an (in der Nacht zum 3. November ab 2:30 Uhr live auf ranFIGHTING.de).

Die weiteren amtierenden Champions von GLORY sind der Russe Artem Vakhitov (-95 Kilo), der Brasilianer Alex Pereira (-84 Kilo), der Armenier Harut Grigorian (-77 Kilo), der Thailänder Petchpanomrung Kiatmookao (-63 Kilo) sowie die Brasilianerin Jady Menezes (-56 Kilo).

Um ständig frische Titelherausforderer für die Champions zu produzieren, setzt GLORY regelmäßig sogenannte Contender-Turnier mit vier Teilnehmern an, deren Sieger eine Titelchance bekommt.

GLORY und Deutschland

Bislang haben nur wenige Kickboxer aus Deutschland den Sprung zu GLORY geschafft. Danyo Ilunga aus Waldbröl ist der einzige Sportler, der dort regelmäßig in den Ring steigt – er ist bereits seit GLORY 2 dabei. Ilunga bestritt bislang 15 GLORY-Kämpfe, von denen er acht gewann. Zuletzt unterlag er dem Halbschwergewichts-Champion Artem Vakhitov bei GLORY 56 einstimmig nach Punkten.

Beim GLORY-Debüt in Stockholm am 26. Mai 2012 war der Deutsche Denis Schneidmiller mit von der Partie. Auf ihn folgten Max Baumert, Gordon Haupt, Daniela Graf, Danijel Solaja, Andrej Bruhl, Mohamed Abdallah, Meryem Uslu und Pascal Schroth, die jedoch – bis auf Baumert – nur maximal zwei Auftritte hatten.

GLORY veranstaltete bislang nur ein einziges Mal in Deutschland: GLORY 36 am 10. Dezember 2016 in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen. 13.000 Zuschauer saßen in der Halle, als Rico Verhoeven und Badr Hari zum Hauptkampf antraten – das sind fast 5.000 Zuschauer mehr, als die UFC sechs Jahre zuvor anlocken konnte.

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