Nordin Asrih stellte sich bei GMC 17 dem UFC-Veteranen Lukasz Sajewski - Bildquelle: FotoSevenSport/GMCNordin Asrih stellte sich bei GMC 17 dem UFC-Veteranen Lukasz Sajewski © FotoSevenSport/GMC

München/Düsseldorf – MMA-Pionier Nordin Asrih und sein Adoptivsohn Mohamed Grabinski triumphierten zuhause bei GMC 17 in Düsseldorf. Im Hauptkampf der Veranstaltung setzte sich Asrih gegen den polnischen UFC-Veteranen Lukasz Sajewski durch (re-live auf ranFIGHTING.de).

Sajewski holte Asrih früh mit seiner Linken von den Beinen, aber das Urgestein der deutschen MMA-Szene erholte sich schnell davon. Asrih ging mit Sajewski in den Schlagabtausch, beide erzielten Wirkungstreffer zum Kopf. Zum Schluss der ersten Runde stellte Asrih den ehemaligen UFC-Kämpfer am Käfigzaun und deckte ihn mit einer Schlagsalve ein.

Nach dieser wilden Anfangsphase nahmen beide Athleten etwas Tempo aus dem Kampf. Asrih war in der zweiten und dritten Runde der aktivere und effektivere Standkämpfer. Er hielt Sajewski mit dem Jab auf Distanz und punktete mit Geraden und Haken sowie Kicks zum Körper. Mitte der dritten Runde verlagerte Sajewski das Geschehen plötzlich auf den Boden, hatte aber nicht mehr genügend Energie, um Asrih dort zu gefährden. So fuhr der Lokalmatador nach drei Runden den einstimmigen Punktsieg ein.

Grabinski baut Siegesserie aus

Noch besser lief es für Asrihs Adoptivsohn Mohamed Grabinski, den amtierenden GMC-Champion im Leichtgewicht. Nach Siegen bei GMC 15 und GMC 16 traf Grabinski eine Gewichtsklasse höher auf den Ukrainer Alexey Sotnikov. Der Lokalmatador hatte keine Mühe, Sotnikov zu Boden zu bringen und griff ihn in der ersten Runde mit Schlägen aus der Oberlage an. In der zweiten Runde verfolgte Grabinski diese Strategie weiter und erzwang damit nach 2:08 Minuten den Kampfabbruch.

Olympiasieger glänzt im Co-Hauptkampf

Der Japaner Satoshi Ishii, Olympiasieger im Judo, trat bei GMC 17 gegen den Litauer Rokas Stambraukas zu seinem Deutschland-Debüt an. Ishii klingelte Stambraukas im Stand mit seiner Linken an, ließ ihn mit einem Hüftwurf auf die Matte krachen und brachte ihn nach 4:43 Minuten mit einem Kimura-Schulterhebel zur Aufgabe.

Zuvor siegte Ishii im Oktober 2017 in Österreich gegen den Wuppertaler Björn Schmiedeberg. Und der kämpfte bei GMC 17 gegen den Düsseldorfer Hatef Moeil. Dieser kontrollierte den ehemaligen Titelherausforderer zwei Runden lang auf dem Boden und erreichte schließlich nach 1:03 Minuten der dritten Runde mit Schlägen aus der Oberlage das Kampfende.

Eckerlin gewinnt GMC-Comeback durch T.K.o.

2010 kämpfte der Frankfurter Christian Eckerlin bei den ersten beiden Veranstaltungen von GMC und holte sich den Weltergewichts-Titel. Acht Jahre später feierte er in Düsseldorf sein GMC-Comeback gegen den unbesiegten Berliner Julian Pennant – mit großem Erfolg. Eckerlin erwischte Pennant mit einem Kniestoß aus dem Clinch, holte ihn damit von den Beinen und führte dann nach 1:29 Minuten mit Schlägen auf dem Boden den Kampfabbruch herbei.

Der Kroate Sasa Milinkovic fügte dem unbesiegten Russen Murat Malsagov, einem Judoka aus der 2. Bundesliga, die erste Niederlage zu. Malsagov fand besser in den Kampf und setzte Milinkovic mit wilden Schlägen unter Druck. Doch Milinkovic brachte Malsagov mit einem linken Haken zum Wanken. Anschließend sicherte er sich im Bodenkampf die Oberlage und attackierte Malsagov mit Schlägen, bis der Ringrichter nach 4:07 Minuten dazwischen ging.

Punktsiege für Aslaner und Zatuchnyy

Der Paderborner Can Aslaner setzte sich gegen den Düsseldorfer Marcel Jedidi einstimmig nach Punkten durch. Aslaner brachte den ehemaligen Bundesliga-Ringer in den Runden eins und drei zu Boden und kontrollierte ihn dort. Damit gewann er die nötigen zwei Runden für den Punktsieg.

Zwei Jahre nach seinem letzten Kampf trat der Düsseldorfer Rostislav Zatuchnyy mit neuem Team im Rücken sein Comeback an. Sein Gegner, der Duisburger Aghel Shah Sofizada, suchte permanent den Bodenkampf und kontrollierte das Geschehen im Clinch. Zatuchnyy landete jedoch im Stand die besseren Treffer und fuhr daher nach drei Runden den einstimmigen Punktsieg ein.

Der Düsseldorfer Felix Schifffahrt erzielte gegen den Bremer Amir Safi seinen fünften Sieg im fünften Profikampf. Nach 1:48 Minuten der dritten Runde erarbeitete sich Schifffahrt die Back-Mount-Position und zwang Safi mit einem Rear Naked Choke zur Aufgabe.

Furioses Vorprogramm

Bereits im Vorprogramm bekamen die Fans in Düsseldorf actionreiche Begegnungen zu sehen. Der Berliner Niko Samsonidse knockte den Mannheimer Zafar Mohsen nach 3:41 Minuten der ersten Runde mit einem rechten Haken und Hammerschlägen aus. Der Gelsenkirchener Maurice Adorf besiegte den Düsseldorfer Harun Güler in einem wilden Kampf einstimmig nach Punkten.

Der Hannoveraner Omar Khoram gewann gegen den Dortmunder Okan Tikinci nach 3:58 Minuten der zweiten Runde durch technischen Knockout. Anna Isabella Hübsch zwang die Luxemburgerin Lili Panegirico nach 1:01 Minuten der ersten Runde mit einem Armhebel zur Aufgabe. Und der Düsseldorfer Rakhim Michael besiegte den Kölner Philipp Müller nach 4:25 Minuten der zweiten Runde durch T.K.o.

Event verpasst? Die komplette Veranstaltung kannst du dir re-live auf ranFIGHTING.de ansehen.

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