Nordin Asrih wird mit dem Alter besser - Bildquelle: GMC / Foto Seven SportsNordin Asrih wird mit dem Alter besser © GMC / Foto Seven Sports

München – Eigentlich hat Nordin Asrih gar keine Zeit, selbst zu kämpfen. Der 39-Jährige hat schließlich genug damit zu tun, die Schützlinge seines Düsseldorfer Gyms zu trainieren, allen voran Adoptiv-Sohn und GMC-Champion Mohamed Grabinski. Hinzu kommen noch zahlreiche Wochenenden, an denen Asrih als Ringrichter für Recht und Ordnung in den MMA-Käfigen Deutschlands sorgt.

Trotz allem schindet er sich weiterhin täglich selbst im Training, um mehrfach im Jahr wieder zur "Faust aus Tangier" zu werden. Der Lohn ist im Alter von 39 Jahren die längste Siegesserie seiner Karriere und nun ein Aufeinandertreffen mit dem UFC-Veteranen Lukasz Sajewski (GMC 17 am 13. Oktober live und exklusiv auf ranFIGHTING.de).

Asrih hatte schon seinen Abschied geplant

Doch so gut wie heute lief es nicht immer für den deutschen MMA-Pionier. Immer auf der Jagd nach einem UFC-Vertrag, sollte es ihm trotz einer Teilnahme bei "The Ultimate Fighter", als erster Deutscher überhaupt, nicht gelingen, den Sprung in die USA zu schaffen.

In den Jahren nach TUF schlitterte Asrih dann in eine sportliche und private Krise, der Sport trat für Asrih in den Hintergrund, Niederlagen im Käfig häuften sich. 2015 hatte er dann genug und verkündete sein Karriereende. Mit einem der besten Kämpfe des Jahres gegen einen späteren UFC-Kämpfer aus Spanien verabschiedete er sich in den Ruhestand.

Dachte man jedenfalls, denn bereits ein halbes Jahr später erschien das MMA-Urgestein schon wieder auf der Bildfläche.

Im Alter immer besser

Die Pause scheint dem Düsseldorfer gut getan zu haben, seit dem Rücktritt vom Rücktritt eilt er von Sieg zu Sieg. Keiner dürfte ihm dabei so wichtig gewesen sein wie der Erfolg über den Dauerrivalen Cengiz Dana, gegen den er Jahre zuvor seinen Titel verlor.

Der 39-Jährige befindet sich mit sechs Siegen in Folge auf einem nicht mehr für möglich gehaltenen Höhenflug und hat seinen wiedererlangten Fokus bereits mit Titeln vergoldet. Bei GMC lässt er im Titelrennen Adoptivsohn Mohamed Grabinski den Vortritt, doch als Zugferd bestreitet er bei GMC 17 in seiner Heimatstadt Düsseldorf nun den Hauptkampf gegen einen der schwersten Gegner seiner Karriere.

Asrihs Serie wird von Sajewski getestet

In Düsseldorf wird der Pole Lukasz Sajewski versuchen, Asrihs Serie zu brechen und dem Lokalmatador das Heimspiel zu vermiesen. Der "Wookie" aus Danzig kam 2015 ungeschlagen in die UFC und forderte im Debüt sogar Asrihs Erzrivalen Nick Hein, verlor jedoch nach Punkten.

Nach zwei weiteren Niederlagen gegen starke Leichtgewichte musste Sajewski die UFC wieder verlassen. Nun will der Pole nach einer zweijährigen Pause neuen Anlauf auf die UFC nehmen. Genau wie Asrih, der es im Herbst seiner Karriere immer noch in die größte Liga der Welt schaffen könnte, wenn er so weitermacht.

Dann sollten sich seine Gegner in Acht nehmen, denn wenn der Düsseldorfer eins bewiesen hat, dann dass er im Alter immer besser wird. Wie guter Wein eben.

Am 13. Oktober live und exklusiv auf ranFIGHTING.de.

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