Ömer Solmaz (re.) ist der neue GMC-Champion im Federgewicht - Bildquelle: Foto Seven Sport/GMCÖmer Solmaz (re.) ist der neue GMC-Champion im Federgewicht © Foto Seven Sport/GMC

München/Hamburg – In der nationalen Kampfsport-Hauptstadt Hamburg startete die German MMA Championship ihre große Deutschlandtour, die sie in den nächsten Monaten auch nach München, Berlin und Köln führen wird. Im Hauptkampf von GMC 18 ging es um den vakanten GMC-Titel im Federgewicht, den der Lokalmatador Ömer Solmaz und der Düsseldorfer Felix Schiffarth gewinnen wollten (re-live auf ranFIGHTING.de).

Schiffarth schlug Solmaz in der ersten Runde früh nieder und arbeitete dann aus der Mount- und der Back-Mount-Position, aber er konnte den Lokalmatador dort nicht weiter gefährden. Solmaz kam in der zweiten Runde stark zurück und attackierte Schiffarth aus der Guard mit Schlägen. Auch in der dritten Runde kontrollierte Solmaz das Geschehen aus der Oberlage mit Schlägen, Schiffarth fand kein Mittel gegen die Angriffe.

Zu Beginn der vierten Runde schlug Solmaz Schiffarth nieder und attackierte ihn mit heftigen Schlägen – dann kam es zu tumultartigen Szenen. Schiffarths Ecke warf das Handtuch, aber Ringrichter Marco Broersen sah es nicht und Solmaz attackierte weiter, bis ein Betreuer von Schiffarth in den Käfig sprang und Solmaz von seinem Schützling zog. Mehrere Personen stürmten daraufhin den Käfig, um mit Solmaz zu feiern.

Eckerlin bezwingt Dörrer in 15 Sekunden

Der ehemalige GMC-Champion Christian Eckerlin hatte vor GMC 18 angekündigt, er wolle "ein Feuerwerk zünden" – und genau das hat er getan. Im Mittelgewichtskampf gegen den sechsfachen Kickbox-Weltmeister Daniel Dörrer preschte Eckerlin mit einer Rechten nach vorne, schlug ihn damit nieder und brachte den Ringrichter mit weiteren Schlägen auf dem Boden dazu, den Kampf nach nur 15 Sekunden abzubrechen.

"Ich hoffe, dass GMC mir jetzt einen Titelkampf gibt", sagte Eckerlin im Interview nach dem Kampf. Einen Wunschgegner für das Duell um den derzeit vakanten Gürtel im Mittelgewicht hat er aber nicht: "Ich kämpfe jeden jeden!"

YouTube-Star "Flying Uwe" siegt bei MMA-Debüt

Der populäre Fitness-YouTuber "Flying Uwe" Schüder bestritt in seiner Heimatstadt Hamburg seinen ersten MMA-Kampf. Schüder, der über jahrelange Kampfsporterfahrung verfügt, traf dabei auf den Serben Nenad Dunovic, der mit einer ausbaufähigen Bilanz von 0-6 in das Duell ging.

Schüder und Dunovic tauschten zu Beginn des Kampfes einige Kicks aus, ehe Schüder seinen Gegner mit einer Linken anklingelte. Er machte weiter Druck im Stand und erwischte Dunovic schließlich mit einem Kick zum Kopf. Dunovic ging zu Boden, Schüder setzte mit Schlägen nach und erzwang damit nach 3:26 Minuten den Kampfabbruch.

Kakhorov baut Siegesserie aus, Vertko gewinnt GMC-Debüt

Khurshed Kakhorov aus Gelsenkirchen und der Kroate Stipe Brcic lieferten sich in der ersten Runde ein spannendes Gefecht auf Augenhöhe, in dem sie zahlreiche Treffer mit Kicks und Schlägen landeten. Brcic schien in der zweiten Runde die Kondition zu verlassen, er suchte häufig den Clinch – und das rächte sich, denn Kakhorov wehrte ihn mit Ellenbogenstößen ab und knockte ihn dann nach 3:55 Minuten mit einem Aufwärtshaken aus. Damit feierte er seinen fünften Sieg im fünften Profikampf.

Der Paderborner Ozan Aslaner verlor bei GMC 16 gegen den Russen Anton Mor nach Punkten – und bei GMC 18 erlitt er gegen dessen Landsmann und Teamkollegen Alexander Vertko eine weitere Punktniederlage. Vertko befand sich drei Runden lang im Vorwärtsgang und erzielte mit seinen aggressiven Angriffen immer wieder Kopftreffer. Aslaner ließ Vertko zwar auch öfters ins Leere laufen, aber wenn Vertko traf, richtete er genügend Schaden an, um den Punktsieg davonzutragen.

Neferanovic bezwingt Marcina, Pereira siegt gegen Haj Haddou

Der Kroate Vlado Neferanovic schockte das Hamburger Publikum, als er mit dem einheimischen Kämpfer David Marcina kurzen Prozess machte. Neferanovic erzielte ein schnelles Takedown und erarbeitete sich dann aus der Oberlage einen Guillotine Choke, in dem er Marcina nach 1:43 Minuten abklopfen ließ.

Besser lief es für den anderen Lokalmatador Nilson Pereira, der dem Düsseldorfer Soufian Haj Haddou nach drei vorzeitigen Siegen in Folge wieder eine Niederlage zufügte. Pereira, ein Schwarzgurt im brasilianischen Jiu-Jitsu, warf Haj Haddou in allen drei Runden mehrfach auf den Boden. In der ersten Runde griff er mit Fußhebel und Armhebel an, aber Haj Haddou verteidigte sich dagegen. In der dritten Runde nahm Pereira sogar für längere Zeit die Mount-Position ein, aber für einen vorzeitigen Sieg reichte es nicht mehr. Die Punktrichter mussten entscheiden und die sahen den gebürtigen Brasilianer vorne.

Event verpasst? Die komplette Veranstaltung kannst du dir re-live auf ranFIGHTING.de ansehen.

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