Stephan Pütz ist der amtierende GMC-Champion im Halbschwergewicht - Bildquelle: GMC/Foto Seven SportStephan Pütz ist der amtierende GMC-Champion im Halbschwergewicht © GMC/Foto Seven Sport

München - Deutschlands MMA-Elite kehrt am 7. März nach München zurück, wenn die nationale Top-Organisation, die German MMA Championship, mit ihrer GMC-Tour 2020 beginnt (live auf ranFIGHTING.de). Auch GMC 24 wird wieder ein Schaulaufen von deutschen und internationalen Top-Kämpfern und spannenden Nachwuchsathleten.

Folgende Kämpfe stehen bereits fest:

Stephan Pütz will Doppel-Champion werden

Der Frankfurter Stephan "T-800" Pütz gewann 2018 bei GMC 16 den Halbschwergewichtstitel und verteidigte ihn 2019 erfolgreich bei GMC 19 und GMC 20. Nach überstandener Verletzungspause will er 2020 wieder angreifen und sich in seiner alten Heimat München zum Doppel-Champion krönen. Gegen den Rosenheimer Ruben "The Viking" Wolf, einen ehemaligen Eishockeyspieler und unbesiegten Profiboxer, hat Pütz am 7. März die Chance, den vakanten Schwergewichtstitel zu gewinnen.

Wolf, der alle seine Siege vorzeitig erzielte, bestreitet erstmals seit 2013 wieder einen MMA-Kampf auf heimischem Boden. Das bayrische Duell bei GMC 24 bietet ihm nicht nur die Möglichkeit, GMC-Champion zu werden, sondern auch, sich bei Pütz zu revanchieren. Denn die beiden kämpften bereits am 31. März 2012 gegeneinander und damals gewann Pütz in der zweiten Runde durch technischen Knockout.

Grabinski kehrt in den Käfig zurück

Für Leichtgewichts-Champion Marcel Grabinski ist es das GMC-Comeback nach anderthalb Jahren. Der Düsseldorfer stand im vergangenen Jahr noch drei Mal für Deutschlands Top-Liga im Käfig und gewann alle drei Kämpfe, darunter eine Titelverteidigung gegen Mohammed Trabelsi. Im Winter kündigte er eine längere Pause an, um sich um auf die anstehende Geburt seines Sohnes vorzubereiten. So steht in diesem Jahr nur ein Kurzeinsatz bei der Karlsruher Fight Night für Grabinski zu Buche, der mit einem 34-Sekunden-Knockout gegen den sieglosen Bahman Sharabiani etwas Ringrost abschütteln konnte.

Für Anatolij Baal war die Absage von Grabinski im Jahr 2017 ein Wendepunkt der Karriere. Hatte er zuvor sechs seiner sieben Kämpfe gewonnen und sich mit drei Siegen bei GMC den Titelkampf im Leichtgewicht verdient, verließ ihn anschließend das Glück. Von einem Ringrichterfehler bei ACB um den Sieg gebracht, ging Baal bei seiner anschließenden GMC-Rückkehr gegen Ex-Champion Djamil Chan K.o. In diesem Sommer wagte Baal mit neuem Team um sich einen erneuten Anlauf auf die Spitze. Gegen Ozan Aslaner erkämpfte er sich ein umstrittenes Unentschieden, in einem der spektakulärsten Kämpfe des Jahres unterlag er im September dann Alexander Vertko nach Punkten.

Duell der Talente

Zwischen Niko Samsonidse und Osama El-Zein kommt es zum Duell der aufstrebenden Talente. El-Zein wechselte erst vor zwei Jahren zu den Profis und gewann seitdem drei seiner vier Kämpfe in der ersten Runde. Zwei davon durch eine Guillotine, einen durch K.o. Als Kurzarbeiter konnte sich auch Niko Samsonidse einen Namen machen. Der Berliner verließ sich bisher hauptsächlich auf sein Grappling und brachte schon fünf Gegner per Submission zur Aufgabe. Zuletzt klopfte der bis dato unbesiegte Michael Rakhimov in einem Rear-Naked Choke ab. Auf dem Weg Richtung Titelkampf muss er nun an El-Zein vorbei.

Frauen-Power im Fliegengewicht

Die Wahl-Kölnerin Katharina Lehner kämpfte schon bei Invicta FC, der größten Frauenliga der Welt, sowie bei "The Ultimate Fighter", der Reality-Show der UFC. Nun kehrt sie nach Deutschland zurück und wagt im Fliegengewicht einen Neuanfang. Bei GMC 24 tritt Lehner gegen die Brasilianerin Mabelly Lima an, die neun von zehn Profikämpfen gewann und bereits in der "Contender Series" von UFC-Präsident Dana White auftrat.

Ebenfalls im Fliegengewicht versucht die Frankfurterin Anna Isabella Hübsch, ihre makellose Profibilanz auszubauen. In ihrem vierten GMC-Kampf stellt sich Hübsch der Kroatin Sara Luzar-Smajic und will die Veranstalter erneut davon überzeugen, auch einen GMC-Gürtel für Frauen einzuführen.

Selim Agaev kehrt zu GMC zurück

Mehr als zwei Jahre nach seinem letzten Auftritt bei GMC feiert der Hamburger Selim "Borz" Agaev sein Comeback. Agaev überzeugt im April 2017 bei GMC 11 mit einem Punktsieg über Ozan Aslaner, musste sich aber bei GMC 14 dem späteren UFC-Kämpfer Marcin Bandel geschlagen geben. Zwei Siege später landete er bei einem Event in Kasachstan, wo er im Juli 2018 eine Niederlage hinnehmen musste. Seitdem stand der 25-Jährige nicht mehr im Käfig.

Bei GMC 24 kehrt Agaev also sowohl zu GMC als auch in den Käfig zurück. Sein Gegner ist der erfahrene Österreicher Wilhelm "The Amazing" Ott, der bei seinem GMC-Debüt seinen 38. Profikampf bestreiten wird. Der 37-Jährige, der zuletzt viermal in Folge siegreich war, stand bereits bekannten Namen wie dem ehemaligen Titelherausforderer Nihad Nasufovic und dem UFC-Veteranen Igor Araujo gegenüber. Er erzielte 17 seiner 19 Siege durch Knockout.

Lokalmatadore in München

Wenn GMC nach München reist, dürfen natürlich auch dort heimische Kämpfer nicht im Programm fehlen. Allen voran Mohamed Trabelsi. Der junge Kämpfer vom Munich MMA gehörte bereits vor einem Jahr in München zur Veranstaltung und wird auch 2020 ein Heimspiel erhalten. Dabei will Trabelsi gegen den Österreicher Gökhan Aksu zurück in die Erfolgsspur.

Zu seinem GMC-Debüt kommt zudem Arif Koyuncu vom Munich MMA. Der Türke kehrt nach fast zweieinhalbjähriger Pause in den Käfig zurück und bekommt mit Islam Khapilaev direkt einen harten Brocken vorgesetzt.

Verletzungspech verhindert mehrere Kämpfe

Der Wahl-Frankfurter Alexander Vertko wollte sich in München mit einem Sieg über Brian Hooi für eine Titelchance empfehlen, doch er verletzte sich im Training und muss nun pausieren. Dasselbe gilt für den Berliner Julian Pennant, der sich gegen den Kroaten Ivan Cosic beweisen wollte, aber wegen einer Ellenbogen-OP ausfällt. Vertko und Pennant wollen planmäßig am 18. April bei GMC 25 in Düsseldorf zurückkehren.

Auch das Duell zwischen dem Wahl-Münchner Oscar Nave und dem Stuttgarter Paata Tschapelia entfällt verletzungsbedingt. Darüber hinaus muss sich David Depannemaker nach der Absage von Mick Mokoyoko auf einen neuen Gegner einstellen, der Name wird in den nächsten Tagen bekannt gegeben.
Kein Verletzungspech, sondern ein internationales Vertragsangebot hatte Dustin Stoltzfus. Der US-Amerikaner hat bei der renommierten BRAVE Organisation unterschrieben und steht für den Titelkampf gegen GMC-Champion Christian Eckerlin vorerst nicht zur Verfügung.

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