Stephan Pütz ist der amtierende GMC-Champion im Halbschwergewicht - Bildquelle: GMC/Foto Seven SportStephan Pütz ist der amtierende GMC-Champion im Halbschwergewicht © GMC/Foto Seven Sport

München – Stephan Pütz (18-4) ist eine echte Fitness-Maschine. Der 1,96 Meter große Modellathlet rackert in seinen Kämpfen unermüdlich und zermürbt die Gegner reihenweise durch seine überlegene Kondition und Physis. Sein Kampfname "T-800", in Anlehnung an den schier unzerstörbaren Terminator aus den berühmten Schwarzenegger-Filmen, ist treffend gewählt.

In den letzten sieben Jahren gewann Pütz die Halbschwergewichtstitel aller großen Eventreihen in Deutschland und er war Champion der russischen M-1 Challenge. Nebenher bringt er anderen Menschen als Fitness-Trainer und Ernährungsberater bei, wie sie selbst zum Terminator werden.

Eine sportliche Kindheit

Pütz kam 1987 in Mindelheim im Unterallgäu zur Welt und ist seit frühester Kindheit ein aktiver Sportler. Mit 5 Jahren schickte ihn sein Vater zum Judo, aber mit 14 Jahren kehrte er der Matte wieder den Rücken und widmete sich der Leichtathletik und dem Triathlon. In seiner Jugend schuf er anscheinend die Basis für die herausragende Ausdauer, von der er heute noch profitiert.

Verhältnismäßig spät, erst mit 18 Jahren, begann Pütz wieder mit Kampfsport. Über einen Freund kam er zum Thaiboxen und ergänzte dann sein Training um Boxen, Ringen und Bodenkampf. Als sich im März 2012 die Gelegenheit bot, einen MMA-Kampf zu bestreiten, sagte Pütz zu. In den ersten anderthalb Jahren seiner MMA-Karriere gewann er neun Kämpfe und vier regionale Titel. Er war der Champion von Superior FC, Kombat Komplett, Mix Fight Gala und Respect FC.

Der Wechsel nach Frankfurt

Im Mai 2013 verlagerte Pütz seinen Wohnsitz von München nach Frankfurt, wo er sich dem MMA Spirit anschloss, einem der größten und erfolgreichsten Teams in Deutschland. Daniel Weichel, der als Gewichtsklassen übergreifend bester MMA-Kämpfer des Landes gilt, sowie der aktuelle GMC-Champion im Mittelgewicht, Christian Eckerlin, wurden zu seinen Trainingspartnern.

Nachdem Pütz gegen den späteren UFC-Kämpfer Joachim Christensen die erste Niederlage seiner Karriere kassiert hatte, wechselte er zur M-1 Challenge, der führenden Eventreihe in Russland. Dort entwickelte er sich endgültig zur deutschen Nummer eins im Halbschwergewicht.

Ruhm in Russland

Dank Legenden wie Fedor Emelianenko ist der MMA-Sport in Russland deutlich populärer als hierzulande. Das bekam auch Pütz während seiner Zeit bei der M-1 Challenge zu spüren. Er gewann dort zwischen März 2014 und Februar 2018 sechs von neun Kämpfen und holte sich den Halbschwergewichtstitel. In Russland erkannten ihn die Menschen auf der Straße, während der MMA-Sport in seiner Heimat noch ein Schattendasein fristete.

Rückkehr nach Deutschland

Pütz wollte sich auch zuhause einen Namen machen und so entschloss er sich, bei der German MMA Championship anzuheuern, der führenden Eventreihe in Deutschland. Sein Debüt feierte er im September 2018. Bei GMC 16 in Köln bestritt er den Hauptkampf der ersten nationalen Veranstaltung, die live im Fernsehen übertragen wurde. In einem Titelduell entthronte er den Tschechen Jan Gottvald, den bisherigen GMC-Champion im Halbschwergewicht.

Auf diesem Triumph baute Pütz in diesem Jahr beeindruckend auf. Im März zwang er den Dänen Joachim Christensen im Rückkampf in der zweiten Runde zur Aufgabe. Im Juni besiegte er den Tschechen Idris Amizhaev in der dritten Runde durch technischen Knockout – trotz einer Knie- und Knöchelverletzung, die ihn sichtlich behinderte. Er ist eben halb Mensch, halb Maschine.

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