Kayla Harrison hat das Finale fest im Blick - Bildquelle: PFL MMAKayla Harrison hat das Finale fest im Blick © PFL MMA

München – Die reguläre Saison ist vorbei, die Vorbereitung auf die Playoffs kann beginnen. Nachdem alle Teilnehmer der zweiten PFL-Saison einen oder zwei Kämpfe um Punkte absolviert haben, geht es ab dem 11. Oktober in den PFL-Playoffs um Alles.

Denn jetzt gibt es keine zweiten Chancen mehr, jede Niederlage bedeutet automatisch das Aus und damit das Ende der Millionen-Träume. Am 11., 17. und 31. Oktober werden die Finalisten der sechs Gewichtsklassen ermittelt, die dann an Silvester um die Million kämpfen (live auf ranFIGHTING.de).

Während bei den Damen nur noch das Halbfinale auf dem Weg ins Finale wartet, müssen die Männer im Oktober zwei Kämpfe an einem Abend bestreiten, wollen sie an Silvester die große Siegprämie feiern.

Alle gegen Kayla

Den Anfang macht dabei am 11. Oktober natürlich Kayla Harrison. Die zweifache Olympiasiegerin hielt sich bisher schadlos und gewann jeden MMA-Kampf. Da sie sich beim zweiten PFL-Duell der Saison jedoch ein paar Sekunden zu viel Zeit ließ, geht sie nur von Startplatz Zwei in die Playoffs gegen Genah Fabian.

Spitzenreiterin im Leichtgewicht ist wenig überraschend die MMA-Pionierin Sarah Kaufman. Die Kanadierin besiegte Morgan Frier schon nach zweieinhalb Minuten, einen zweiten Kampf musste sie nicht mehr bestreiten, da ihre Gegnerin kein Gewicht machen konnte. Sie trifft auf Larissa Pacheco.

Das Halbfinale:

Kayla Harrison (2) vs. (3) Genah Fabian
Sarah Kaufman (1) vs. (4) Larissa Pacheco

Magomedkerimov auf dem Weg zum zweiten Finale

Ebenfalls am 11. Oktober finden die Playoffs im Weltergewicht statt. Anders als bei den Frauen reicht hier nicht nur ein Sieg für die Finalteilnahme, stattdessen muss zwei Mal gewonnen werden. Wie das geht, zeigten im Vorjahr am besten Magomed Magomedkerimov und Ray Cooper, die später im Finale aufeinander trafen.

Beide sind auch in diesem Jahr wieder im Viertelfinale. Vorjahressieger Magomedkerimov muss dabei erneut gegen Chris Curtis bestehen, Cooper trifft auf den Schweden Sadibou Sy. Tabellenführer Glaico Franca muss den Portugiesen Andre Fialho besiegen.

Das Viertelfinale:

Magomed Magomedkerimov (2) vs. (7) Chris Curtis
Sadibou Sy (3) vs. (6) Ray Cooper
John Howard (4) vs. (5) David Michaud
Glaico Franca (1) vs. Andre Fialho (8)

Lance Palmer vor dem zweiten Streich

Eine Woche später kommt es im Federgewicht zu den Ausscheidungskämpfen und hier konzentriert sich naturgemäß alles auf Vorjahressieger Lance Palmer, der auch 2019 als Topfavorit in die Playoffs einzieht und im Gegensatz zum Vorjahr sogar noch die Tabellenführung holen konnte.

Der punktgleiche Movlid Khaybulaev trifft in Daniel Pineda auf eine Wundertüte, denn Pineda kam ganz ohne Kampf in die Playoffs, da er nur kurzfristig einsprang und sein Gegner dann noch das Gewicht verpasste. UFC-Veteran Jeremy Kennedy kann sich zudem an Luis Rafael Laurentino für seine 23-Sekunden-Niederlage revanchieren.

Das Viertelfinale:

Lance Palmer (1) vs. (8) Gadzhi Rabadanov
Alex Gilpin (4) vs. (5) Andre Harrison
Luis Rafael Laurentino (3) vs. (6) Jeremy Kennedy
Movlid Khaybulaev (2) vs. (7) Daniel Pineda

Loik Radzhabovs große Chance

Im Leichtgewicht ist der einzig verbliebene Teilnehmer aus Deutschland noch im Rennen in Loik Radzhabov. Nach einer Auftaktniederlage gegen den langjährigen UFC-Kämpfer Rashid Magomedov konnte der Tadschike gegen den Franzosen Ylies Djiroun noch das Playoff-Ticket gegen Islam Mamedov sichern.

An der Spitze der Tabelle steht im Leichtgewicht Vorjahressieger Nathan Schulte. Der Brasilianer ist mittlerweile seit zweieinhalb Jahren unbesiegt und gewann sechs seiner letzten sieben Kämpfe. Er trifft auf Ramsey Nijem. Pikant daran ist, dass die beiden schon vor zwei Wochen hätten kämpfen sollen, bis Nijem beim Wiegen betrügen wollte. Nun holen sie den Kampf im Viertelfinale nach.

Das Viertelfinale:

Nathan Schulte (1) vs. (8) Ramsey Nijem
Akhmed Aliev (4) vs. (5) Rashid Magomedov
Chris Wade (3) vs. (6) Nate Andrews
Islam Mamedov (2) vs. (7) Loik Radzhabov

Ein neuer Champion im Halbschwergewicht

Einen neuen Champion gibt es auf jeden Fall im Halbschwergewicht, nachdem sich Vorjahressieger Sean O’Connell mit der Million in die Kämpfer-Rente verabschiedete. Die schweren Gewichtsklassen beschließen am 31. Oktober die Viertel- und Halbfinalrunde.

Als aussichtsreichster Kandidat auf das Finale galt auf dem Papier der Brasilianer Vinny Magalhaes, O’Connells Finalgegner. Der frühere UFC-Kämpfer tat sich jedoch schwerer als gedacht und erreichte erst kurz vor knapp noch die Playoffs, dafür auf Platz 3 der Tabelle.

Ebenfalls enttäuschte bisher der in vier UFC-Kämpfen unbesiegte Jordan Johnson. Auch er benötigte noch einen Sieg am letzten Abend, um sich zu qualifizieren. Dafür stehen mit Emiliano Sordi und Maxim Grishin zwei Kämpfer an der Spitze, die vorher die wenigsten auf dem Zettel hatten.

Das Viertelfinale:

Vinny Magalhaes (3) vs. (6) Rashid Yusupov
Maxim Grishin (2) vs. (7) Jordan Johnson
Bozigit Ataev (4) vs. (5) Viktor Nemkov
Emiliano Sordi (1) vs. (8) Sigi Pesaleli

Kurzarbeiter Goltsov will die Million

Auch im Schwergewicht wird nach der Verletzung von Phillipe Lins ein neuer Sieger gesucht. Die beste Figur machte bisher der russische Submission-Spezialist Denis Goltsov, der als einziger beide Kämpfe vorzeitig gewann. Ob er auch Judo-Goldmedaillengewinner Satoshi ishii zur Aufgabe bringen kann?

Auf der anderen Seite des Viertelfinals trifft der explosive Mo DeReese auf den kräftigen Ringer Jared Rosholt. Einen größeren stilistischen Unterschied gibt es in diesem Teilnehmerfeld nicht. Zudem kommt es erneut zum Duell der UFC-Veteranen in Alex Nicholson und Francimar Barroso und der im MMA unbesiegte Freistil-Europameister Isaev bekommt es mit Kelvin Tiller zu tun.

Das Viertelfinale:

Mo DeReese (2) vs. (7) Jared Rosholt
Alex Nicholson (3) vs. (6) Francimar Barroso
Kelvin Tiller (4) vs. (5) Ali Isaev
Denis Goltsov (1) vs. (8) Satoshi Ishii

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