Paulie Malignaggi (li.) steht bald ohne Handschuhe im Ring - Bildquelle: imago sportfotoPaulie Malignaggi (li.) steht bald ohne Handschuhe im Ring © imago sportfoto

München – Am 22. Juni ist es soweit. Dann kann Paulie Malignaggi endlich seine Sicht der Dinge darlegen und der Welt beweisen, das Conor McGregor, dessen Kumpel Artem Lobov und das Lager des Iren seit zwei Jahren die Unwahrheit behaupten.

Seit zwei Jahren liefern sich Malignaggi und die MMA-Kämpfer eine Schlammschlacht in den sozialen Netzwerken. Nun lassen Malignaggi und Lobov die Fäuste sprechen. Nicht im Boxen oder MMA, sondern im Bare-Knuckle ohne Handschuhe (Bare Knuckle FC 6 am 22. Juni live bei ranFIGHTING.de).

Malignaggi gegen das McGregor-Lager

Alles geht auf diese eine Sparringseinheit gegen Conor McGregor im Jahr 2017 zurück, in der Paulie Malignaggi irgendwann zu Boden geht. McGregor, der sich auf den Kampf gegen Floyd Mayweather vorbereitet, sagt, es war ein Schlag. Malignaggi beteuert, regelwidrig gestoßen worden zu sein. Die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Plötzlich tauchen Fotos und Videos dazu auf, veröffentlicht vom McGregor-Lager und UFC-Präsident Dana White, die den Schlag belegen sollen. Malignaggi behauptet bis heute, dass die Bilder manipuliert wurden, aber der Schaden ist da schon entstanden.

Er, der zweifache Box-Weltmeister, von einem MMA-Kämpfer ohne Erfahrung im Profi-Boxen düpiert. Die Häme im Netz überrollt nicht nur Malignaggi, sondern bricht über den gesamten Box-Sport herein, dem sich MMA-Fans schon seit Jahren überlegen fühlen.

Dass dem Iren anschließend von Mayweather die Grenzen aufgezeigt werden, ist nur ein schwacher Trost. Kein Wunder also, dass Malignaggi nun besonders motiviert ist, gegen Artem Lobov ein Zeichen zu setzen. Nicht nur für sich. Für den ganzen Box-Sport.

Malignaggi: Die Grenze wurde vor zwei Jahren überschritten!

Wie sehr Malignaggi noch an dieser Schmach nagt, sah man im Vorfeld des Duells gegen Lobov. Dort flogen nicht nur Beleidigungen und Todesdrohungen hin und her, Malignaggi spuckte Lobov auf einer Pressekonferenz sogar an und schlug ihm leicht mit dem Mikrofon auf den Kopf.

"Ich bereue nichts", sagte Malignaggi anschließend. "Die Grenze wurde nicht hier überschritten, die Grenze wurde schon vor zwei Jahren überschritten. Man kann sie nicht einfach wieder verschieben und dann sagen, das war jetzt aber zu viel. Ich hätte auch seine Mutter angespuckt, wenn sie da gewesen wäre. Ich hätte gerne noch mehr getan."

Dazu bekommt er schon bald Gelegenheit, wenn die beiden am 22. Juni die Bandagen angelegt bekommen und sich dann fünf Runden lang ohne Handschuhe im Ring beackern. Eins ist dann zumindest sicher. Geht Malignaggi zu Boden, wird es keine Diskussionen geben, schließlich hat es dann die ganze Welt zu sehen bekommen.

Dakota Cochrane springt gegen den "Crippler" ein

Zuvor steht glücklicherweise der Sport im Mittelpunkt und das langjährige UFC-Mittelgewicht Chris Leben wieder im Ring. Der "Crippler" gehört von 2005 bis 2013 zum UFC-Inventar und machte in seiner Karriere mehr MMA-Kämpfe in der UFC als außerhalb. Er gehörte zu den beliebtesten Charakteren der allerersten Staffel von "The Ultimate Fighter", wurde später Anderson Silvas Gegner im UFC-Debüt und schlug Wanderlei Silva K.o. 2013 zog er sich dann vom Sport zurück.

Nachdem er seinen ersten Comeback-Versuch 2016 aus gesundheitlichen Gründen wieder absagen musste, tritt der 38-Jährige seit vergangenem Jahr nun im Bare-Knuckle an. Und er liefert ab. Im Debüt konnte er den "New York Bad Ass" Phil Baroni, ein altes MMA-Schlachtross, ausknocken, im April legte er dann mit einem Knockout nach 25 Sekunden gegen Justin Baesman nach.

Dakota Cochrane sollte also gewarnt sein. Der Amerikaner stand schon für fast jede amerikanische MMA-Organisation im Käfig, nur für die UFC reichte es nicht. Also holt er diese Kämpfe nun im Bare-Knuckle nach. Im November musste schon der frühere UFC-Champion John Hendricks dran glauben und ging in der zweiten Runde K.o. Jetzt ist mit Chris Leben der nächste UFC-Veteran dran.

Das ist Bare Knuckle FC

Bare Knuckle FC veranstaltet Kämpfe im so genannten Bareknuckle-Boxen. Dabei treten die Kämpfer ohne Handschuhe und nur mit Bandagen an den Händen in den Ring und boxen fünf Runden zu je zwei Minuten. Tritte, Ellenbogen, Würfe und der Bodenkampf sind verboten.

Bare Knuckle FC ist dabei ein Pionier der aufstrebenden Bareknuckle-Szene, denn die Organisation veranstaltete im vergangenen Jahr den ersten von einer Sportkommission sanktionierten Bareknuckle-Kampf seit 129 Jahren.

In den bisherigen fünf Veranstaltungen bekamen die Fans immer wieder bekannte Gesichter aus der UFC- und MMA-Welt zu Gesicht.

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