Volle Konzentration auf den Schwergewichts-Titel: Hatef Moeil. - Bildquelle: ranFIGHTING.deVolle Konzentration auf den Schwergewichts-Titel: Hatef Moeil. © ranFIGHTING.de

München/Kassel – Hatef Moeil ist der große Gewinner der 26. Ausgabe der Mix Fight Championship in Kassel. Der Düsseldorfer stand im Kampf um den vakanten Schwergewichts-Titel der Liga dem englischen Kickboxer James McSweeney gegenüber. Dabei kam es zum klassischen Duell zwischen Stand- und Bodenkämpfer, in welchem der Bodenkämpfer am Ende den Sieg und damit den Titel mit nach Hause nehmen sollte.

Nachdem McSweeney anfangs die Takedowns noch verteidigen oder wieder aufstehen konnte, ging ihm schon zur Mitte der Runde die Luft aus. Moeil nutzte dies gut aus, warf den Engländer mit kräftigen Slams auf die Matte und bewegte sich dort dann gekonnt in die Full Mount. Hier hatte McSweeney dann keine Chance mehr.

Aus der Full Mount regneten Schläge auf den Engländer herab, der sich nicht mehr befreien konnte und nach 4:13 in der ersten Runde vom Ringrichter vor weiterem Schaden geschützt werden musste. Danach wurde es kurios.

Moeil stand nicht direkt wieder auf, sondern brüllte den unterlegenen Engländer am Boden noch an. Erst nach Sekunden konnte sich der Düsseldorfer wieder beruhigen, bevor Minuten später dann zur Siegerehrung übergegangen werden konnte.

Lokalmatador Neimarevic geht mit Knockout in Rente

Im Hauptkampf des Abends verabschiedete sich Lokalmatador Marinko Neimarevic mit einem Knockout gegen den kurzfristig eingesprungenen Hamburger David Marcina von der Kampfsportbühne. Marcina ersetzte dabei mit nur 24 Stunden Vorbereitung für die deutsche K-1-Legende Stefan Leko, gegen die Neimarevic vor sieben Jahren verloren hatte.

Auch wenn Marcina optisch in Form aussah, war Neimarevic deutlich besser vorbereitet und ließ das seinen Gegner auch spüren. Fast wirkte es so, als müsste sich Neimarevic zurückhalten, um seinen Fans ein letztes Mal noch eine Show zu bieten. Marcina bemühte sich, konnte jedoch nicht mithalten.

Nach zwei Minuten war es dann schon vorbei. Neimarevic stellte Marcina an den Seilen und feuerte eine Kombination mit mehreren Körpertreffern ab, von der Marcina auf die Bretter ging und nicht mehr aufstand. Ein erfolgreicher Abschied Neimarevics, auch wenn man ihm die Enttäuschung über den geplatzten Kampf gegen Leko ansah.

Slijvar bezwingt Bogutzki

Bei den schweren Jungs feierte Enver Slijvar zuvor einen eindrucksvollen Sieg über Kraftpaket Viktor Bogutzki. Die beiden Schwergewichte lieferten sich von Beginn an einen offenen Schlagabtausch, bei dem keiner zurückweichen wollte. Slijvar landete dabei den ersten Niederschlag, allerdings erst nach Ende der ersten Runde.

Im zweiten Durchgang sollte er es dann besser machen, ließ erneut die Fäuste fliegen und traf dann punktgenau mit einem eingesprungenen Kniestoß zur Leber. Bogutzki ging sofort mit schmerzverzerrtem Gesicht in die Knie und kam nicht mehr auf die Beine.

Das Quartett der Schwergewichtskämpfe eröffnete Sergiu Calin mit einem späten technischen Knockout gegen Deji Kalejaiye, bei dem er den Kämpfer aus den Niederlanden erst mit einer Linken zu Boden schickte und dann eine klaffende Wunde an Kalejaiyes rechter Augenbraue öffnete, wegen der abgebrochen werden musste.

Braun und Heinz unterliegen

Sergej Braun musste zuvor eine überraschende Niederlage gegen den Portugiesen Juri de Soussa hinnehmen. Die beiden Kämpfer lieferten sich eine spannende Auseinandersetzung, die de Soussa durch einen Niederschlag in der zweiten Runde für sich entscheiden konnt, auch wenn Braun trotz blutendem Schienbein bis zum Schluss mit Kicks angriff. Es reichte am Ende jedoch nicht, um das Ruder noch herumzureißen.

Im Eröffnungskampf enttäuschte der von Enriko Kehl betreute Heilbronner Jerome Heinz. Der Champion im Halbschwergewicht konnte in einem Kampf im Mittelgewicht gegen Brice Kombou zu selten seine Power anbringen, ging in der ersten Runde von einem Körpertreffer zu Boden und unterlag schließlich nach Punkten.

Der Moldauer Andrei Pisari besiegte anschließend Nuri Kacar knapp nach Punkten und Angelika Feit setzte sich gegen die Schweizerin Linda Schlup nach Punkten durch. Eine wilde und unsaubere Auseinandersetzung gewann Bobir Tagiev gegen Arbi Emiev.

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