Ismail Naurdiev nimmt in Düsseldorf neuen Anlauf - Bildquelle: imago sportfotoIsmail Naurdiev nimmt in Düsseldorf neuen Anlauf © imago sportfoto

München - Der Neustart für den "Austrian Wonderboy" Ismail Naurdiev erfolgt in Düsseldorf.

Der 24-Jährige, der seine letzten vier Kämpfe in der UFC bestritt und dabei zwei Siege feiern konnte, kehrt nach einem halben Jahr Pause am Samstag (ab 19 Uhr im Livestream auf ranFighting.de) in den Käfig zurück und führt den Grand Prix im Weltergewicht an.

Der 24-Jährige hatte Anfang des Jahres ein Angebot zur Vertragsverlängerung der UFC abgelehnt, um an sich zu arbeiten, weiter Erfahrung zu sammeln und dann noch stärker in die Champions League des MMAs zurückzukehren.

In seinen vier UFC-Kämpfen hatte sich Naurdiev stets auf Augenhöhe mit seinen Gegnern gezeigt, sich dann aber mit unüberlegten Aktionen in schlechte Lagen gebracht. Auf einen kurzfristigen Außenseiter-Sieg über Michel Prazeres folgte eine frustrierende Niederlage gegen Chance Rencountre.

Ein Erfolg über Siyar Bahadurzada brachte Naurdiev in Kopenhagen zurück auf die Siegerstraße, gegen Sean Brady verfiel er im Februar wieder in alte Muster. Nun will er seine Verbesserungen im Vier-Mann-Turnier von Elite MMA Championships zur Schau stellen, dessen erste Runde am Samstag stattfindet.

Naurdiev trifft im Halbfinale auf Tymoteusz Lopaczyk

In seinem Halbfinale bekommt es der Österreicher mit dem Polen Tymoteusz Lopaczyk zu tun. Der 24-Jährige begann seine Karriere vor vier Jahren im Halbschwergewicht und trainierte sich nach unten ins Weltergewicht.

Von seinen acht Profi-Kämpfen konnte er sieben für sich entscheiden, die letzten drei vorzeitig. Dabei konnte er sowohl im Stand mit Kniestößen als auch auf der Matte mit Schlägen und Ellenbogen glänzen und sich drei Siege innerhalb von vier Monaten sichern.

Auch im zweiten Halbfinale geht es international zu, wenn sich der Ukrainer Pavel Kusch mit dem Georgier Amiran Gogoladze misst. Kusch ist der erfahrenste Kämpfer im Turnier und trat bereits für Cage Warriors oder die PFL an. Der Ukrainer hat zwei Jahre Wettkampfpause hinter sich, nachdem er bei der PFL erst Khabib-Cousin Abubakar Nurmagomedov abklopfen ließ, gegen Ray Cooper K.o. ging und dann dem späteren Sieger Magomed Magomedkerimov im Halbfinale nach Punkten unterlag.

Der junge Gogoladze geht für das ausrichtende UFD-Gym an den Start und konnte bereits vier Mal für die russische Liga M-1 Global die Faustschützer überstreifen, aus allen Kämpfen ging er als Sieger hervor. Im Februar bekam er bei der vierten EMC-Veranstaltung einen Debütanten vorgesetzt, den er nach 88 Sekunden per Head Kick ausknockte.

Olympiasieger Ishii im Titelkampf

Im Hauptkampf der fünften Ausgabe von Elite MMA Championships wird zudem ein Titelträger im Schwergewicht ermittelt. Um die Krone streiten sich der japanische Judo-Olympiasieger Satoshi Ishii und der Brite Stuart Austin.

Ishii, der sich regelmäßig in Kroatien an der Seite seines einstigen Gegners, der MMA-Legende Mirko Cro Cop, auf Kämpfe vorbereitet, steht zum zweiten Mal in Deutschland im Käfig, bei GMC 17 besiegte er Rokas Stambrauskas. Der 33-Jährige, der auch schon für Bellator, Rizin und KSW den Ring betrat, versuchte sich im vergangenen Jahr im PFL-Turnier, schied dabei im Viertelfinale aus.

Auch Stewart Austin ist im MMA bereits ein wenig herum gekommen. Der “He-Man” konnte sich vor fünf Jahren den Titel der englischen Liga BAMMA sichern, der Sprung in die ganz großen Ligen gelang ihm jedoch nicht. Stattdessen dient der 32-Jährige immer wieder als Sprungbrett Richtung UFC für die Konkurrenz.

In Mark Godbeer, Dalcha Lungiambula und Johnny Walker bekamen gleich drei Kämpfer kurz nach einem Sieg über Austin den unterschriftsreifen Vertrag der UFC vorgelegt. Action ist mit dem Kraftpaket zumindest garantiert. Von seinen 20 Kämpfen gingen nur drei über die Zeit.

Schwergewichte bringen Käfig zum Beben

Ishii und Austin sind dabei nicht die einzigen Schwergewichte im Düsseldorfer Käfig. Auch das bosnische Kraftpaket Erko Jun greift wieder an. Der Bodybuilder, der seine gesamte Karriere bei KSW bestritt und gegen Strongman Mariusz Pudzianowski seine erste Niederlage einstecken musste, trifft auf dessen Landsmann Damian Olszewski.

Der Aachener Ringer Kasim Aras versucht zuvor ebenfalls, sich von seiner ersten MMA-Niederlage zu erholen. Aras befand sich im März in England schon auf dem Weg zum sicher geglaubten Sieg, als er seinem Gegner Mindaugas Gerve in die Brust biss und zehn Sekunden vor Ablauf der Kampfzeit disqualifiziert wurde. Er bekommt es mit Sasas Milinkovic zu tun.

Mit Konrad Dyrschka, der sich mit dem italienischen Paradiesvogel Walter Pugliesi misst, Husein Kadimagomaev, gegen GMC-Titelherausforderer Felipe Maia, und Sara Luzar Smajic, die von der früheren Kickbox-Weltmeisterin Dilara Kocak geprüft wird, will auch die UFD-Garde wieder glänzen.

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