Michael Smolik kämpft bald international - Bildquelle: imago/Stefan BöslMichael Smolik kämpft bald international © imago/Stefan Bösl

München – Der deutsche Kickbox-König Michael Smolik hat sich von seinem bisherigen Management und Trainerteam, dem Steko's Sportcenter in München, getrennt und einen Vertrag bei Glory unterzeichnet, der Heimat der weltbesten Standkämpfer. Dies gab der 27 Jahre alte Crailsheimer in einem Video auf seinem YouTube-Kanal bekannt.

"Für mich waren Wege vorherbestimmt, die ich einfach nicht gehen wollte und konnte", begründete Smolik seinen Schritt. "Ich möchte weiterwachsen, international wachsen. Es ist ein riesen Traum von mir, international groß zu werden und das war so einfach unmöglich. Ich musste für alles den Kopf hinhalten."

Kampf gegen Mo Abdallah im Herbst?

Die deutschen Kampfsportfans wünschen sich seit Jahren ein Duell zwischen Smolik und Mohamed Abdallah, welcher bereits einige Kämpfe für Glory bestritten hat. Nach schier unendlichen Provokationen über die sozialen Medien, Interviews und sogar bei Live-Auftritten haben die Schwergewichtler nun die Gelegenheit, ihre offene Rechnung im Ring zu begleichen.

"Den Kampf möchte ganz Deutschland sehen – jetzt gibt es kein Zurück mehr", sagte Smolik. "Jetzt bin ich bei Glory, jetzt wird der Kampf definitiv zustande kommen. Es freut mich sehr, dass ich mich endlich bei Glory beweisen kann und nicht auf irgendeiner Hinterhof-Veranstaltung. Ich freue mich darauf, zu zeigen, was ich wirklich kann."

Wann und wo Smolik sein Glory-Debüt feiern wird, steht derzeit noch nicht fest, ebenso wenig, ob tatsächlich Abdallah sein erster Gegner sein wird. In seinem Video-Statement verriet er lediglich, dass Glory im September oder Oktober mit ihm plane.

Smolik will es seinen Kritikern zeigen

Als Profi gewann Smolik bereits den WM-Titel der WKU im Thaiboxen und er erkämpfte sich eine Bilanz von 31-0 mit 23 Knockouts. In den sozialen Medien wurde ihm jedoch immer wieder vorgeworfen, gegen handverlesene Gegner anzutreten. Diese Kritiker will Smolik nun durch seine Auftritte für Glory verstummen lassen.

In seinem Video-Statement sagte er dazu: "Wenn man sein Leben lang kämpft und wirklich durch einen Feuersturm geht und dann von anderen gesagt kriegt: 'Du bist kein Kämpfer, du bist ein Faker, du fakest alles, Fake-Champ, du hast es nicht verdient, du hast nur schlechte Gegner!' – das tut weh. Das ist, als sei man unter Wasser und schreit, aber niemand hört einen. Da bringt Heulen gar nichts. Und ich habe es letztendlich geschafft, aufzutauchen und einfach was dagegen zu setzen."

"Für mich war der Schritt ganz wichtig, damit ich selber in den Spiegel schauen kann und der Michael Smolik sein kann, der ich schon immer sein wollte. Ich will es nicht nur den Leuten beweisen, sondern vor allem auch mir selbst", fügte er hinzu.

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