Roberto Soldic (li.) will sich für die Niederlage gegen Dricus Du Plessis re... - Bildquelle: KSW MMARoberto Soldic (li.) will sich für die Niederlage gegen Dricus Du Plessis revanchieren. © KSW MMA

München – Als Roberto Soldic im Dezember vergangenen Jahres den KSW-Titel im Weltergewicht von Langzeit-Champion Borys Mankowski gewann, stellte man sich innerlich bereits auf eine dominante Regentschaft des Düsseldorfers ein.

Doch bereits die erste Titelverteidigung misslang. Nach starkem Beginn wurde er in der zweiten Runde von Dricus Du Plessis mit einem linken Haken ausgeknockt. Nun will Soldic die Uhr zurückdrehen und sich seinen Titel vom Südafrikaner zurückholen (KSW 45 am 6. Oktober ab 21 Uhr live auf ranFIGHTING.de).

Roberto Soldic will seinen Titel zurück

2017 war das Jahr des Roberto Soldic. Der Kroate aus Düsseldorf hatte zuvor schon ein paar Highlights hinterlassen, doch 2017 ging er durch das europäische Weltergewicht wie das heiße Messer durch die Butter. Fünf Siege, allesamt durch Knockouts, und der Gewinn des KSW-Titels standen am Ende des Jahres für ihn zu Buche.

In Katowice ließ er Borys Mankowski, der zuvor immerhin drei Mal seinen Titel verteidigt hatte und bereits in einem Superfight auf Mittelgewichts-Champion Mamed Khalidov traf, keine Chance und verprügelte den Titelverteidiger drei Runden lang nach Strich und Faden, bis der Pole nicht mehr zur vierten Runde antrat.

Doch statt einer langen Regentschaft, wurde er im April bereits von Dricus Du Plessis entthront. Soldic begann stark, konnte den Südafrikaner zu Boden schlagen und brachte ihn an den Rand einer Niederlage, bevor sich Du Plessis wieder zurückkämpfen konnte und dann in der zweiten Runde selbst den Knockout-Punch schlagen konnte.

Nun gibt es den direkten Rückkampf. Soldic will in London beweisen, dass er der Bessere im Käfig ist und die Niederlage gegen Du Plessis nur auf einen Glückstreffer zurückzuführen ist.

"Popek Monster" gegen Fitness-Star Erko Jun

Wie üblich für KSW dürfen auch die Exoten im Käfig nicht fehlen und hier darf Soldics Teamkollege Erko Jun seinen zweiten MMA-Kampf bestreiten. Der 28-jährige Bodybuilder konnte in seinem MMA-Debüt im Juni bereits den Schauspieler und Action-Star Tomasz "Strachu" Oswiecinski besiegen und steigt nun gegen Pawel Mikolajuw in den Käfig.

Dieser ist in der polnischen Szene als "Popek Monster" bekannt und genießt Heimvorteil. Der Rapper lebt seit Jahren in England, stand bereits drei Mal im KSW-Käfig und ist der Inbegriff der Freak-Show. Der 39-Jährige ließ sich öffentlichkeitswirksam die Augäpfel tätowieren und für ein Musik-Video an Fleischerhaken aufhängen.

Seiner Popularität tat das keinen Abbruch, sein letztes Solo-Album "Monster" holte in Polen, Tschechien und der Slowakei Gold. Gegen Jun will Mikolajuw seinen zweiten KSW-Sieg unter Dach und Fach bringen.

Ex-Champ Bedorf will seinen Titel zurück

Neben Soldic will in Karol Bedorf auch ein zweiter Ex-Champion seinen Gürtel zurück. Das polnische Schwergewicht hielt drei Jahre lang den KSW-Titel und verteidigte ihn erfolgreich gegen seine Herausforderer, bis er Ende 2016 vom Brasilianer Fernando Rodrigues kalt erwischt wurde. Ein anschließender Kreuzbandriss verhinderte eine schnelle Rückkehr.

Erst im Mai stand Bedorf wieder im Käfig und gewann den langersehnten Kampf gegen den polnischen Mega-Star und fünffachen Strongman-Weltmeister Mariusz Pudzianowski nach zwei Minuten. Nun trifft er auf den früheren UFC-Kämpfer Phil de Fries, der sich in der Zwischenzeit überraschend den Titel sichern konnte.

Startschuss im Mittelgewichts-Turnier

Auch im Mittelgewicht steht der Titel im Mittelpunkt, nachdem Champion Mamed Khalidov den Gürtel für vakant erklärte, um sich seiner Revanche gegen Tomasz Narkun zu widmen. KSW machte aus der Not eine Tugend und setzte ein Vier-Mann-Turnier an, dessen Halbfinalkämpfe in London ausgetragen werden.

Um Khalidovs Nachfolge bewerben sich Ex-Champion Michal Materla, Olympia-Ringer Damian Janikowski, ex-UFC-Kämpfer Scott Askham und der Hüne Marcin Wojcik.

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