Tomasz Narkun (li.) wies Mamed Khalidov zum zweiten Mal in die Schranken - Bildquelle: KSW MMATomasz Narkun (li.) wies Mamed Khalidov zum zweiten Mal in die Schranken © KSW MMA

München/Gleiwitz – Der Tschetschene Mamed Khalidov scheiterte in Gleiwitz daran, sich bei Tomasz Narkun zu revanchieren, dem einzigen Mann, der ihn bei KSW schlagen konnte. Im Hauptkampf von KSW 46 bezwang Narkun, der amtierende KSW-Champion im Halbschwergewicht, das Aushängeschild von Polens MMA-Marktführer einstimmig nach Punkten (re-live auf ranFIGHTING.de). Anschließend gab Khalidov seinen Rücktritt bekannt.

Narkun und Khalidov tauschten ständig Lowkicks aus. Khalidov erzielte jedoch mit einem Niederschlag durch einen linken Schwinger den größten Wirkungstreffer der ersten Runde, auch wenn Narkun sofort wieder aufstand. Mitte der zweiten Runde musste der Kampf unterbrochen werden, da Khalidov den Polen mit dem Finger ins Auge gestochen hatte – der Ringrichter sprach eine Verwarnung aus, Narkun konnte weitermachen.

In der dritten Runde war Narkun mit einem Takedown erfolgreich und erarbeitete sich die Side-Control-Position. Narkun griff mit Schlägen an, Khalidov drehte die Position jedoch um und landete in der Guard seines Kontrahenten. Zweimal setzte Narkun aus der Unterlage zum Armhebel an, aber Khalidov wehrte ihn ab. Trotz der guten Defensivleistung von Khalidov werteten alle drei Punktrichter den Kampf für Narkun.

Gamrot krönt sich zum Doppel-Champion

Der unbesiegte Pole Mateusz Gamrot, amtierender Titelträger im Leichtgewicht, gewann bei KSW 46 den vakanten Gürtel im Federgewicht. Gegen den Brasilianer Kleber Koike Erbst setzte sich Gamrot einstimmig nach Punkten durch und ist nun der erste Doppel-Champion der KSW-Geschichte, der zwei Titel gleichzeitig hält.

Gamrot ist ein starker Ringer, aber da Erbst 20 von 24 Siegen durch Aufgabe erzielte, tat der Lokalmatador zunächst alles, um den Kampf im Stand zu führen. In den ersten drei Runden gelangen Gamrot die besseren Treffer und er fügte Erbst einen tiefen Cut unter dem linken Auge zu.

Gamrot initiierte in der vierten Runde den Bodenkampf, aber der quirlige Erbst konnte ihn nicht ernsthaft gefährden. Zurück im Stand punktete Gamrot seinen Gegner weiter mit Schlägen aus. Auch in der fünften Runde trieb er Erbst mit Schlägen vor sich her und machte damit seinen eindeutigen Sieg perfekt.

Parnasse empfiehlt sich für Titelchance

Der ungeschlagene Franzose Salahdine Parnasse fuhr gegen den ehemaligen UFC-Kämpfer Marcin Wrzosek seinen dritten KSW-Sieg in Folge und positionierte sich damit als Titelanwärter im Federgewicht. Ex-Champion Wrzosek hatte im Standkampf über weite Strecken erhebliche Schwierigkeiten mit der Schnelligkeit und den ungewöhnlichen Angriffswinkeln des 20 Jahre jungen Nachwuchstalents. Folgerichtig gaben die Punktrichter den Sieg einstimmig an Parnasse.

Weltergewichts-Champion Soldic feiert dritten KSW-Sieg

Der Kroate Roberto Soldic, seit Oktober wieder der Titelträger im Weltergewicht, startete bei KSW 46 eine neue Siegesserie. Er sagte kurzfristig zu, in Gleiwitz einen Kampf zu bestreiten und traf daher im Gewichtslimit bis 80 Kilo auf den Brasilianer Vinicius Bohrer, der eigentlich ein Leichtgewichtler ist – ein absolutes Mismatch, wie sich schnell herausstellen sollte. Soldic tat, was von ihm erwartet wurde und fertigte Bohrer in der ersten Runde ab.

Mit schnellen Schlägen drängte Soldic seinen Gegner in die Defensive. Er griff mit Kopftritten und Kniestößen an, schlug Bohrer nieder, aber der kam noch einmal auf die Beine zurück. Soldic nutzte Bohrer weiter im Stand als lebenden Sandsack. Kurz vor Schluss hatte er Erbarmen mit ihm und knockte ihn nach 4:34 Minuten mit einem linken Haken aus.

Event verpasst? Die komplette Veranstaltung kannst du dir re-live auf ranFIGHTING.de ansehen.

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