Leichtgewichts-Champion Marcel "Mohamed" Grabinski will seinen Titel behalte... - Bildquelle: FotoSevenSports/GMCLeichtgewichts-Champion Marcel "Mohamed" Grabinski will seinen Titel behalten © FotoSevenSports/GMC

München – MMA-Sport ist im Haus von Marcel Grabinski (17-5) eine Familienangelegenheit. Und das nicht erst, seit der 27-Jährige selbst Vater ist, denn schon seit Jahren steht Nordin Asrih an seiner Seite. Der 40-Jährige ist nicht nur Trainer und Kopf des Pride Gyms in Düsseldorf, sondern auch Adoptivvater Grabinskis.

Gemeinsam haben sie sich an die Spitze des deutschen MMAs vorgearbeitet, wo Grabinski seit mittlerweile schon drei Jahren auf dem Thron des GMC-Leichtgewichts Platz genommen hat und sich so schnell nicht davon verdrängen lassen will.

Nordin Asrih: Inspiration, Trainer, Mentor, Vater

Dabei steht MMA anfangs nicht im Vordergrund. Grabinski versucht sich als Kind an vielen Sportarten, der erste Traum war es etwa, Eishockeyspieler zu werden. Schon immer kampfsportbegeistert, findet er dann erst zum Karate.

Für den Wechsel zum MMA ist jedoch Nordin Asrih verantwortlich. Anfangs schaut Grabinski dem MMA-Pionier nur auf Youtube und im Training zu, dann will er ihm nacheifern. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Asrih wird von der Inspiration zum Trainer und Mentor, dann zum Adoptivvater.

Gemeinsam bereiten sich die beiden auf ihre Kämpfe vor, stehen jeweils als Betreuer in der Ecke, wenn der andere kämpft. Heute hält die Familie die Titel im Leicht- (Grabinski) und Super-Leichtgewicht (Asrih) von GMC. Und die nächste Generation steht auch schon in den Startlöchern, nachdem Grabinski Ende des Jahres 2018 Vater wurde.

Im Eiltempo an die Spitze und den Fokus der UFC

Mit der Unterstützung Asrihs im Rücken startet Grabinski auch furios in seine MMA-Karriere. Drei Tage nach seinem achtzehnten Geburtstag gibt er sein MMA-Debüt, in den ersten vier Jahren gewinnt er sieben seiner acht Kämpfe und schießt geradezu die Ranglisten im umkämpften Leichtgewicht nach oben.

Auch der erste Härtetest, ein Kampf gegen den unbesiegten Grappler Sascha Sharma, gelingt im Jahr 2014. Nach zwei weiteren Siegen wird die UFC auf ihn aufmerksam und lädt Grabinski nach Las Vegas zum Casting für die Reality Show "The Ultimate Fighter" ein. Eine große Ehre, immerhin war Ziehvater Asrih Jahre zuvor der erste deutsche Teilnehmer an der UFC-Show.

Allein, es soll nicht gelingen. Grabinski muss sich nach einem äußerst engen Kampf dem Schweden Martin Svensson geschlagen geben, stattdessen zieht der alte Bekannte Sharma ins Haus ein. Seitdem versucht Grabinski, sich erneut für die Königsklasse des MMA-Sports in Stellung zu bringen.

Zweite Heimat GMC

Und dies tut er vor allem bei Deutschlands Premium-Veranstalter GMC. Von den elf Kämpfen seit dem Casting hat Grabinski sieben davon bei GMC bestritten. Bereits in seinem Debüt fordert er den damaligen Champion Djamil Chan um den Titel im Leichtgewicht heraus.

Die beiden brennen bei GMC 7 ein absolutes Feuerwerk ab, das erst in der fünften Runde entschieden wird, als die Ringärzte das Duell wegen eines Cuts bei Grabinski stoppen müssen. Bei der Abstimmung zum Kampf des Jahres 2015 landet das Duell auf dem zweiten Platz hinter Asrihs Duell gegen Abner Lloveras.

Auch von der Niederlage im Titelkampf lässt sich Grabinski nicht aus der Ruhe bringen, arbeitet kontinuierlich an sich weiter und kann dann ein Jahr später gegen den Niederländer Paulo Boer, der ebenfalls in Las Vegas bei der UFC vorgesprochen hatte, den GMC-Titel gewinnen. Bis heute hält er den Gürtel.

Aktiver Champion mit Pech

Doch verteidigen kann er ihn in der Folge nur einmal. Dabei ist Grabinski alles andere als inaktiv. Zwei bis drei Mal pro Jahr steht er im Käfig, plant seine Kämpfe im Sommer um den muslimischen Fastenmonat Ramadan herum, um möglichst oft im Käfig stehen zu können.

2017 verhinderte eine Verletzung wenige Wochen vor GMC 11 die erste Titelverteidigung gegen Anatolij Baal. Acht Monate später steht Grabinski zwar bei GMC 13 im Käfig, da sein Gegner Joilton Santos am Vortag jedoch das Kampfgewicht verpasst hat, steht der Gürtel nicht auf dem Spiel. Glück im Unglück für Grabinski, denn Santos gewinnt den Kampf am Ende sogar noch.

So enttäuschend das Jahr 2017 auch verläuft, so gut geht es 2018 mit Grabinski weiter. Drei Mal tritt er bei GMC an, gegen Mohamed Trabelsi feiert er im September in der Kölner Lanxess Arena dominant seine erste Titelverteidigung, die anderen beiden Kämpfe enden jeweils vorzeitig.

Grabinskis nächster Kampf ist eine Familienangelegenheit

Grabinski unterstreicht damit seine Ausnahmestellung im Leichtgewicht von GMC, dann verabschiedet er sich Ende des Jahres in die Babypause und nimmt sich Zeit für die Familie. Denn die steht im Hause Grabinski immer an erster Stelle.

Am 7. September kehrt der der 27-Jährige nun in den Käfig zurück. Erneut in der Kölner Lanxess Arena steht sein Gürtel zum zweiten Mal auf dem Spiel. Und für Grabinski ist es eine persönliche Sache. Geht es doch gegen den Spanier Abner Lloveras.

Jenen Lloveras, der Papa Asrih vor vier Jahren die letzte Niederlage verpasste. Eine Familienangelegenheit also. Der Spanier sollte also gewarnt sein.

Mehr zu Kampfsport rund um die Uhr findest du auf ranFIGHTING.de

Du willst die wichtigsten Kampfsport-News zum Boxen, der UFC und der WWE direkt auf dein Smartphone bekommen? Dann trage dich für unseren WhatsApp-Service ein unter http://tiny.cc/ran-whatsapp 

News-Ticker

Video-Tipps

Aktuelle Galerien