Michael Smolik siegte gegen Mohamed Abdallah. - Bildquelle: GloryMichael Smolik siegte gegen Mohamed Abdallah. © Glory

München – Das heiße Hass-Duell war mit Spannung erwartet worden, doch die Enttäuschung war groß: Michael Smolik gewann bei Glory 69 in Düsseldorf (Relive auf ranFIGHTING.de) nach einer jahrelangen Fehde gegen Mohamed Abdallah, beide Schwergewichte bekleckerten sich aber nicht mit Ruhm.

Die Reaktionen fielen teilweise sehr eindeutig aus, die Kritik war immens. Im ISS Dome in Düsseldorf gab es laute Buhrufe.

Smolik will die Kritik nicht einfach so auf sich sitzen lassen. Deutschlands bester Kickboxer lädt seine Fans bei YouTube ein und analysiert den Fight Runde für Runde, verrät, was ihm durch den Kopf ging.

"Ich war ruhiger als sonst vor den Kämpfen. Ich habe mich sehr wohlgefühlt auf der Bühne. Ich war bereit, war locker und fit, hatte Bock und war fokussiert", sagte er zum Beispiel über die Minuten unmittelbar für dem Kampf.

Es stand viel auf dem Spiel

Er sagt aber auch: "Ich hatte brutal Angst vor dem Fight. Nicht vor Mo, sondern weil so viel auf dem Spiel stand." Immerhin hatten sich die intensiven Spannungen zwischen den beiden Kämpfern über zweieinhalb Jahre aufgebaut. 

Der Kampf selbst war dann aber eine Enttäuschung: "Es war so schwierig, einen richtigen Kampf zu gestalten. Das hatte mit einem Kampf nicht viel zu tun. Ich habe immer wieder versucht, ihn wegzudrücken, aber er rannte immer förmlich hinter mir her. Ich habe versucht, die Distanz zu bekommen", sagte Smolik.

Er versuchte dabei auch zu erklären, warum auch er hielt und klammerte. "Ich will es nicht schönreden, aber ich versuche wenigstens rauszugehen und wegzugehen. Aber er rennt vor, und dann endet man im Clinch." Das sei alles, nur kein Kickboxen, so Smolik. 

Er wusste recht früh: Wenn der Kampf so weitergeht, gewinnt er ihn, weil er von den Punkten her vorne ist. Er weiß auch: "Schön anzusehen ist das nicht. Es ist einfach nur ein ekelhafter Kampf. Es ist schwierig, gegen jemanden zu kämpfen, der gar nicht gewinnen möchte", sagte Smolik, der zugab, egoistisch gewesen zu sein. "Es war klar: Der Verlierer verliert alles. Aber ich wusste, wenn ich so weitermache, gewinne ich den Kampf."

Sein Fazit: "Ich hätte gerne mehr gezeigt, werde das aber in den nächsten Kämpfen auf jeden Fall machen, da kommt mein alter Stil wieder. Ich habe viel gelernt."

 

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