Nova FC feierte in Balingen eine fulminante Premiere - Bildquelle: Nazariy Kryvosheyev/Nova FCNova FC feierte in Balingen eine fulminante Premiere © Nazariy Kryvosheyev/Nova FC

München/Balingen – Die deutsche MMA-Szene nach vorne bringen und dem Nachwuchs eine Chance geben, sich zu beweisen – das ist das Ziel von UFC-Veteran Peter Sobotta und seiner Nova Fighting Championship, die in seiner Heimatstadt Balingen ihre Premiere mit zwölf actionreichen Profikämpfen feierte (re-live auf ranFIGHTING.de).

Im Hauptkampf von Nova FC 01 traf der Magdeburger Niklas Stolze, Deutschlands größtes Talent im Weltergewicht, auf den Spanier Omar Jesus Santana. Stolze hielt Santana in der ersten Runde auf Distanz und punktete ihn mit Schlägen und Kicks aus. Anfang der zweiten Runde klingelte er ihn mit einem Kopftritt an, aber dann schien er nachzulassen und gab Santana die Gelegenheit, in den Kampf zurückzufinden.

In der dritten Runde landete Santana die besseren Treffer, er zwang Stolze sogar mit einem Haken in die Knie und trieb ihn anschließend mit Schlägen vor sich her. Stolze biss auf seinen Mundschutz und feuerte zurück, aber die Runde gehörte klar dem Spanier. Nach diesem packenden Duell musste die drei Punktrichter über das Ergebnis entscheiden – und die sahen Stolze einstimmig (29:28, 29:28, 29:28) vorne, der somit seinen vierten Sieg in Folge erzielte.

Rany Saadeh kehrt erfolgreich zurück

Nach sieben Jahren im Ausland kämpfte der Berliner Rany Saadeh erstmals wieder zuhause in Deutschland – und erzielte den zweiten Sieg seit seinem Wechsel ins Bantamgewicht. Saadeh dominierte den Tschechen Adam Borovec drei Runden lang im Bodenkampf und hatte auch in den kurzen Phasen im Stand die Nase vorn. Nach drei einseitigen Runden fuhr die nächste deutsche UFC-Hoffnung einen einstimmigen Punktsieg (30:27, 30:27, 30:25) ein.

Der Regensburger Jan Zander sprang für den verletzten Ilja Stojanov ein und holte aus seinem kurzfristigen Einsatz das Beste heraus. Er warf den Italiener Walter Pugliesi in Windeseile auf den Boden, holte sich die Mount-Position und erzwang nach 2:10 Minuten durch Schläge aus der Oberlage den Kampfabbruch.

Bitterer Abend für Balinger Lokalmatadore

Der bislang unbesiegte Mert Özyildirim aus dem "Planet Eater"-Team von Peter Sobotta gehört zu Deutschlands größten Talenten im Leichtgewicht. Zuhause in Balingen traf er vor fast 2.500 begeisterten Zuschauern nicht auf ausgesuchtes Fallobst, sondern auf die größte Herausforderung seiner Karriere – den vielseitigen Franzosen Michael "Bad Boy" Dubois. Und Özyildirim bewältigte die Herausforderung nicht. Özyildirim fand zwar besser in den Kampf, aber Dubois erwischte ihn kurz vor Schluss der ersten Runde mit einem Schwinger und ließ eine Salve aus Schlägen, Ellenbogenstößen und Kniestößen folgen. Özyildirim bewies Nehmerqualitäten, konnte sich aber nicht mehr effektiv verteidigen – und nach 4:25 Minuten ging schließlich der Ringrichter dazwischen.

Auch zwei weitere Teamkollegen mussten vor heimischem Publikum enttäuschende Niederlagen einstecken. Nicole Stoll hatte sich vorgenommen, ihre Serie von vier Siegen in Folge weiter auszubauen, doch sie fand kein Mittel gegen die ringerische Offensive von Griet Eeckhout. Die Belgierin brachte Stoll wiederholt zu Boden und kontrollierte sie drei Runden lang aus der Oberlage. Anschließend erklärten die Punktrichter sie einstimmig (30:27, 30:27, 29:28) zur Siegerin.

Noch ärgerlicher lief es für Alexandros Michailidis, der bereits nach 51 Sekunden im Guillotine Choke des Polen Sylwester Hasny abklopfen musste. Ob es am Ringrost lag, den er nach zweieinhalb Jahren Verletzungspause angesetzt hatte? Michailidis setzte am Käfigzaun zu einem Double-Leg-Takedown an, ließ den Kopf jedoch zu weit außen und ermöglichte es Hasny dadurch, den entscheidenden Würgegriff anzubringen.

Für den einzigen Lichtblick sorgte Shawn da Silva, der den Afghanen Shawais Mohammadi nach einem furiosen Kampf einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 29:28) bezwang. Sein Teamkollege Eugen Shevchenko musste sich dem Liechtensteiner Daniel Vogel geteilt nach Punkten (28:29, 29:28, 29:28) geschlagen geben.

Biyong beeindruckt mit Erstrundensieg

Der Kameruner Simon Biyong machte mit dem Krefelder Sead Kahrovic kurzen Prozess. Biyong drängte Kahrovic mit Schlägen gegen den Käfigzaun, zerrte ihn auf den Boden, erarbeitete sich die Mount-Position und attackierte mit wuchtigen Schlägen. Nach 3:22 Minuten hatte der Ringrichter genug gesehen und schritt ein.

Laurynas Urbonavicius, der Feuerwehr-Weltmeister aus Litauen, feierte gegen den Brasilianer Rafael Xavier seinen zwölften Sieg im dreizehnten Profikampf. Urbonavicius bestimmte die ersten beiden Runden auf dem Boden und punktete Xavier in der dritten Runde knapp im Stand aus. Das brachte ihm den einstimmigen Punktsieg (29:28, 30:27, 30:27) ein.

Der Regensburger Lukas Gruber lieferte sich mit dem Iraner Hojat Khajevand in der ersten Runde ein Duell auf Augenhöhe, bis er ihn nach 4:10 Minuten mit einem Armhebel erwischte und zur Aufgabe zwang. Und der Russe Sascha Below besiegte den Franzosen Abdel Djilali einstimmig nach Punkten (29:28, 30:28, 29:28).

Event verpasst? Die komplette Veranstaltung kannst du dir re-live auf ranFIGHTING.de ansehen.

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