Demetrious Johnson (li.) steht im Finale des Grand Prix im Fliegengewicht - Bildquelle: ONE ChampionshipDemetrious Johnson (li.) steht im Finale des Grand Prix im Fliegengewicht © ONE Championship

München – Der US-Amerikaner Demetrious Johnson (29-3-1) ist der erste UFC-Weltmeister im Fliegengewicht und hält mit elf Siegen noch immer den Rekord für die meisten Titelverteidigungen der UFC-Geschichte. 2019 wechselte Johnson, der jahrelang als Gewichtsklassen übergreifend bester MMA-Kämpfer der Welt galt, zur ONE Championship, dem asiatischen Marktführer im MMA und Kickboxen.

Seitdem kämpft der 33-Jährige an der Seite seines Mentors im Bodenkampf, Bibiano Fernandes (23-4), der mit sieben Titelverteidigungen der erfolgreichste Champion der ONE-Geschichte ist. Am 13. Oktober treten die Trainingspartner und Teamkollegen beim historischen Doppel-Event "ONE 100: Century" in Tokio an (Teil I ab 2 Uhr live auf ranFIGHTING.de, Teil II ab 10 Uhr live auf ranFIGHTING.de).

Fernandes hat Johnson das BJJ beigebracht

Als Johnson vor 13 Jahren bei "AMC Pankration" in Washington mit dem Training begann, war Fernandes bereits dreifacher Weltmeister im brasilianischen Jiu-Jitsu. Fernandes verknotete den jungen Ringer nach Belieben auf der Matte, schreckte ihn dadurch aber nicht ab. Im Gegenteil, er motivierte ihn.

"Er hat mich permanent abklopfen lassen, ich habe es gehasst", blickte Johnson zurück. "Er sagte: 'Wenn es etwas hasst, musst du lernen, es zu lieben. Und wenn du es liebst, wirst du gut darin.' Das ist eines der Zitate, das mir im Laufe meiner Karriere sehr geholfen hat."

Als Profi hat Johnson bereits zwölf Gegner zur Aufgabe gezwungen, musste selbst aber noch nie abklopfen.

Team AMC gegen Team Lakay

Auf ONE 100 haben sich Johnson und Fernandes gemeinsam vorbereitet. Beide kämpfen gegen ein Mitglied des philippinischen Team Lakay. Johnson trifft im Finale des Grand Prix im Fliegengewicht auf Danny "The King" Kingad (11-1), Fernandes verteidigt seinen Bantamgewichtstitel in einem Rückkampf gegen Kevin "The Silencer" Belingon (20-6).

"Die Vorbereitung lief sehr gut, das Sparring zwischen mir und Bibiano war großartig", sagte Johnson. "Wir kämpfen nicht nur bei derselben Veranstaltung, sondern gegen dasselbe Team. Wir haben uns gegenseitig motiviert, unser Bestes zu geben. Er will seinen WM-Titel verteidigen, ich will den Grand Prix gewinnen. Wir sind bereit, loszulegen."

Der anstrengende Weg ins Finale

Am Sonntag wird Johnson zum dritten Mal innerhalb von sieben Monaten in den Käfig steigen. Für ihn ist das eine ungewohnte Situation, denn in der UFC lagen für gewöhnlich mehrere Monate zwischen seinen Kämpfen.

Am 31. März zwang er den Japaner Yuya Wakamatsu im Viertelfinale des ONE Grand Prix im Fliegengewicht mit einem Würgegriff zur Aufgabe. Am 2. August besiegte er den Japaner Tatsumitsu Wada im Halbfinale einstimmig nach Punkten.

"Der Grand Prix ist ein hartes Stück Arbeit", sagte Johnson. "Ich befinde mich seit Januar in der Vorbereitung. Nach dem Kampf im März habe ich mir eine Woche Pause gegönnt und dann direkt das Trainingslager für den Kampf im August begonnen. Danach habe ich zwei Wochen pausiert und seitdem habe ich ununterbrochen trainiert. Ich freue mich auf das Finale, aber ich freue mich auch auf meinen Urlaub."

Johnson winkt eine Titelchance

Im Finale geht es nicht nur um den Grand-Prix-Titel, sondern auch um einen Titelkampf gegen den amtierenden ONE-Champion Adriano Moraes. Der Brasilianer ist der einzige Kämpfer, dem Johnsons Gegner Kingad bislang unterlag. Seitdem ist der Wushu-Spezialist sechsmal ungeschlagen.

"Ich freue mich auf den Kampf gegen Danny Kingad", sagte Johnson. "Er hat in seiner gesamten Karriere nur einmal verloren. Ich will herausfinden, wie ich mich gegen einen der Besten in ganz Asien schlage. Jeder Kämpfer hat Schwächen und ich werde seine Schwächen aufdecken und ausnutzen. Ich hoffe, ich werde meine bislang beste Leistung zeigen."

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