Giorgio Petrosyan (li.) kämpft im Grand-Prix-Finale um eine Million Dollar - Bildquelle: ONE ChampionshipGiorgio Petrosyan (li.) kämpft im Grand-Prix-Finale um eine Million Dollar © ONE Championship

München – Giorgio "The Doctor" Petrosyan hat nicht nur eine überragende Kampfbilanz von 101-2-2, er gewann auch auf dem ganzen Erdball mehrere WM-Titel und renommierte Turniere. Der Italiener mit armenischen Wurzeln wird aber nicht nur wegen seiner Erfolge als bester Kickboxer der Welt betrachtet, sondern wegen seines technisch ausgezeichneten Kampfstils und seiner chirurgischen Präzision.

Nach seinen Erfolgen bei Ligen wie K-1 und Glory kam Petrosyan vor einem Jahr zur ONE Championship, dem asiatischen Marktführer im MMA und Kickboxen. Dort nahm er 2019 am Grand Prix im Federgewicht teil, dessen Finale er mit Siegen über die Thailänder Phetmorakot Petchyindee und Jo Nattawut erreichte. Am 13. Oktober trifft er während Teil II von ONE 100 im Finalkampf auf den Franzosen Samy "AK47" Sana (ab 10 Uhr live auf ranFIGHTING.de).

Petrosyans Spitzname ist Programm

Bereits als Jugendlicher kam der 33-Jährige zu seinem charakteristischen Spitznamen "The Doctor", der ihn seine gesamte Karriere über begleitet hat.

"Ich heiße so, weil ich sehr präzise angreife", sagte Petrosyan. "2004 kämpfte ich gegen einen Franzosen. Ich nahm ihn in der ersten Runde mit vier Lowkicks aus dem Kampf. Der Ringrichter sah später Fotos von dem Kampf und merkte, dass das vier verschiedene Kicks waren, obwohl sie nur wie ein Kick aussahen. Er nannte mich 'The Surgeon', denn es sah wie ein und derselbe Kick aus, es waren aber tatsächlich vier verschiedene Kicks – dasselbe Ziel, dieselbe Beinstellung, dieselbe Technik. Aus 'The Surgeon' wurde dann 'The Doctor'."

Petrosyan setzt auf Schnelligkeit und Präzision

Die Lowkicks waren die Inspiration für seinen Spitznamen, aber die anderen Techniken von Petrosyan sind genauso gefährlich. Mittlerweile ist er vor allem für seine boxerischen Fähigkeiten gefürchtet. Er verschwendet keinen einzigen Schlag und wählt seine Angriffe weise.

Und so wie echte Mediziner die aktuellsten Forschungen und Entwicklungen auf ihrem Gebiet kennen sollten, versucht auch Petrosyan, immer auf dem neuesten Stand zu sein.

"Präzision ist ungemein wichtig, man kann nicht blindlings drauflos schlagen", sagte er. "Wenn man schnell und präzise ist und gut kontern kann, hat man einen großen Vorteil, denn nicht alle Gegner haben gutes Timing. Ich versuche ständig, meinen Kampfstil zu variieren, damit sich meine Gegner nicht auf mich einstellen können. Auch ich mache noch Fehler, aber ich arbeite jeden Tag daran, mich zu verbessern."

Petrosyan erwartet harten Kampf gegen Sana

Das Finale des ONE Grand Prix im Kickboxen ist nicht nur deshalb spannend, weil jeder Kampf von Petrosyan eine Augenweide ist und weil eine Million Dollar sowie der Grand-Prix-Titel auf dem Spiel stehen.

Für ihn ist das Duell gegen Samy Sana eine persönliche Angelegenheit, denn der 30-Jährige besiegte seinen Bruder Armen im vergangenen November bei ONE 83 einstimmig nach Punkten. Dafür will sich Petrosyan am Sonntag revanchieren.

„Er ist ein harter Gegner, der mir gegenüber einen Reichweitenvorteil hat und der ziemlich viel einstecken kann“, sagte Petrosyan über Sana. „Aber er musste noch nie gegen jemanden wie mich antreten. Wir werden sehen, was passiert – ich weiß nur, dass es für uns beide ein sehr harter Kampf wird.“

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