Ozan Aslaner (re.) hat ein Seuchenjahr hinter sich - Bildquelle: Foto Seven SportOzan Aslaner (re.) hat ein Seuchenjahr hinter sich © Foto Seven Sport

München – "So ein beschissenes Jahr hatte ich noch nie", sagte Aslaner im Interview. "Zum Glück ist das Jahr jetzt vorbei. Ich bin echt froh, dass ich da einen Haken dranmachen kann."

Kein Wunder. Aslaner war 2017 noch einer der Aufsteiger der deutschen Szene. Zwar musste er sich im April dem Hamburger Selim Agaev nach Punkten geschlagen geben, feierte aber danach eindrucksvolle Siege über Abdurashid Ataev und den erfahrenen Ringer Rafal Lewon.

Doch anstatt auf dem erfolgreichen Jahr aufzubauen, folgte ein Rückschritt und ein verlorenes Jahr. Ein geplanter Kampf gegen den Magdeburger Niklas Stolze platzte, der Ersatzgegner Anton Mor überstand dann in Köln die Schlagsalven Aslaners und sicherte sich über seine Takedowns einen knappen Punktsieg.

Während Mor in Hamburg gegen Agaev nun um eine Chance auf den GMC-Titelkampf antritt, greift Aslaner in Zukunft eine Gewichtsklasse tiefer an. Eine Reaktion auf den Kampf im September.

Niederlage gegen Mor führt zum Wechsel

"Der Kampf gegen Mor hat den Wechsel verursacht", erklärte Aslaner. "Er ist sehr kräftig und er ist da nicht der einzige im Weltergewicht. Da gab es im Kampf definitiv einen Gewichtsunterschied. Ich habe ihn am eigenen Körper gemerkt, die meisten haben ihn gesehen."

Doch der Gewichtsunterschied soll nicht als Ausrede für Aslaner dienen. Wie der 21-Jährige zugibt, hat er seinen Gegner im September schlicht unterschätzt.

"Es war eine verdiente Niederlage", sagte Aslaner. "Ich habe den Fehler gemacht, dass ich auf Teufel komm raus den K.o. erzwingen wollte und den Gegner unterschätzt habe. Ich kannte Anton Mor vorher nicht. Ich dachte, das sei einer, der noch nie gute Gegner vor den Fäusten hatte, aber er hat mir das totale Gegenteil bewiesen. Er hat verdient gewonnen, ich habe verdient verloren."

2019 soll das Jahr des Ozan Aslaner werden

Doch das soll nun alles der Vergangenheit angehören, der Blick geht nach vorne und auf den Kampf gegen Alexander Vertko bei GMC 18 am 2. Februar. Der Paderborner ist zuversichtlich und setzt auf Altbewährtes.

"Eins meiner Geheimrezepte ist ein Mittagsschlaf an jedem zweiten Tag", verriet Aslaner. "Und ich fokussiere mich schon zu Beginn der Vorbereitung komplett auf meinen Gegner. Dann ist nichts mehr in meinem Kopf außer mir, meinem Gegner und dem Sieg. Solange ich diese drei Dinge im Kopf habe und mich auf mein Training konzentrieren kann, gerate ich nicht aus der Fassung."

Und das ist gut, denn Aslaner hat große Pläne in diesem Jahr: "Wenn alles gut geht und alles unverletzt abläuft, versuche ich, in diesem Jahr fünf oder sechs Mal zu kämpfen. Ihr werdet mich also oft bei GMC sehen."

Erst dann will Ozan Aslaner Gedanken an große Organisationen im Ausland verschwenden: "Ich will erst einmal diese Niederlage wiedergutmachen. Dann will ich meine Bilanz gegen starke Gegner verbessern und wenn ich dann ordentlich gezeigt habe, was ich so gerissen habe, dann kann man übers Ausland reden."

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