Natan Schulte (re.) ist amtierender PFL-Champion im Leichtgewicht - Bildquelle: PFLNatan Schulte (re.) ist amtierender PFL-Champion im Leichtgewicht © PFL

München – Die zweite Saison der Professional Fighters League findet an Silvester ihren Höhepunkt. Bei PFL 10 in New York City werden in sechs Gewichtsklassen die Finalkämpfe ausgetragen, an denen zwei Vorjahressieger, zwei Olympioniken und etliche UFC-Veteranen teilnehmen (in der Nacht zum 1. Januar live auf ranFIGHTING.de).

Schwergewicht: Ali Isaev vs. Jared Rosholt

Der Russe Ali Isaev (8-0) startete als Außenseiter ins Millionenturnier der PFL. Zwar war er Europameister und Olympia-Teilnehmer im Freistilringen, doch zu Beginn der zweiten Saison gehörte er zu den unerfahrensten Schwergewichtlern. Mit vier Siegen in fünf Monaten erkämpfte er sich jedoch das Ticket für das Finale und trifft dort auf den US-Amerikaner Jared "The Big Show" Rosholt (20-7).

Auf dem College wurde Rosholt in der höchsten Leistungsklasse, der Division I der NCAA, einmal Zweiter und einmal Dritter bei den Landesmeisterschaften im Ringen. Somit verfügt er über die ringerischen Fähigkeiten, um die Offensive von Isaev zu neutralisieren. Und mit der Erfahrung aus acht UFC-Kämpfen, von denen er sechs für sich entschied, ist er für den aufstrebenden Russen ein ernstzunehmender Gegner.

Halbschwergewicht: Emiliano Sordi vs. Jordan Johnson

Der Argentinier Emiliano "He-Man" Sordi (21-8) ist mit drei Siegen in der ersten und einem Sieg in der zweiten Runde der dominanteste Finalteilnehmer der zweiten PFL-Saison. Sordi erzielte alle seine Profisiege vorzeitig und will diese Serie auch bei PFL 10 nicht abreißen lassen, wenn er dem US-Amerikaner Jordan Johnson (12-1-1) gegenübersteht.

Johnson verließ die UFC vor einem Jahr mit einer Bilanz von 4-0, weil er mit seinem Gehalt nicht zufrieden war und hofft nun, dass sich seine Entscheidung mit dem Millionengewinn bezahlt machen wird.

Weltergewicht: David Michaud vs. Ray Cooper III

Der UFC-Veteran David "Bulldawg" Michaud (18-5) begriff die zweite PFL-Saison als seine letzte Chance, sich international einen Namen zu machen. Und die hat er genutzt. Nach seinem verlorenen PFL-Debüt im Mai gewann er dreimal in Folge, unter anderem gegen die ehemaligen UFC-Kämpfer John Howard und Glaico Franca. Bei PFL 10 kann er sich im Finale nicht nur internationalen Ruhm, sondern auch eine Million Dollar verdienen.

Sein Kontrahent ist der Hawaiianer Ray Cooper III (19-7-1), der bereits 2018 im Finale stand. Letztes Jahr gelang Cooper der zweitschnellste Knockout der PFL-Geschichte, 2019 blieb er trotz der erneuten Finalteilnahme hinter den Erwartungen zurück. Bei PFL 10 muss er seine Leistung steigern, wenn er nicht zum zweiten Mal mit leeren Händen nach Hause gehen will.

Leichtgewicht: Natan Schulte vs. Loik Radzhabov

Mit einer Bilanz von 8-0-1 ist der Brasilianer Natan "Russo" Schulte (19-3-1) einer der stärksten PFL-Kämpfer. Er gewann 2018 das erste Millionenturnier und ist jetzt neben Lance Palmer der einzige PFL-Champion, der die Chance hat, seinen Titel zu verteidigen.

Sein Finalgegner ist der Tadschike Loik "Jaguar Paw" Radzhabov (13-1-1), der in Dresden und Düsseldorf trainiert. Radzhabov verlor zwar im Mai sein PFL-Debüt, setzte sich aber bei PFL 8 gegen den unbesiegten Islam Mamedov und den ehemaligen UFC-Kämpfer Chris Wade durch, um sich den Finaleinzug zu sichern.

Federgewicht: Lance Palmer vs. Daniel Pineda

Der US-Amerikaner Lance Palmer (21-3) ist in der PFL in neun Kämpfen ungeschlagen und damit der erfolgreichste Sportler der Liga. Letztes Jahr gewann der Ringer unter anderem gegen den Frankfurter Max Coga. Bei PFL 10 steht der Vorjahressieger erneut im Finale des Millionenturniers.

Dort wartet eine echte Überraschung auf ihn: der frühere UFC- und Bellator-Kämpfer Daniel "The Pit" Pineda (28-13). Nachdem ein Playoff-Teilnehmer ausfiel, sprang Pineda bei PFL 8 für ihn ein, ohne in der Vorrunde gekämpft zu haben. Pineda machte das Beste aus seiner unverhofften Chance und zog mit zwei Erstrundensiegen ins Finale ein. Der US-Amerikaner erzielte alle seine Profisiege vorzeitig, 19 davon durch Aufgabe.

Leichtgewicht der Frauen: Kayla Harrison vs. Larissa Pacheco

Kayla Harrison (6-0) gewann im Judo zweimal Gold bei den Olympischen Spielen und einmal Gold bei der WM und ist somit die erfolgreichste amerikanische Judoka. An diese Erfolge will sie auch im MMA anknüpfen.

Bei PFL 10 greift Harrison nach ihrem ersten großen MMA-Titel – im Rückkampf gegen die deutlich erfahrenere Brasilianerin Larissa Pacheco (13-3). Im Mai bezwang Harrison die frühere UFC-Kämpferin bereits einstimmig nach Punkten und geht somit als Favoritin ins erste Frauen-Finale der PFL.

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