Valdrin Istrefi hat den PFL-Turniersieg fest im Blick - Bildquelle: GMC MMAValdrin Istrefi hat den PFL-Turniersieg fest im Blick © GMC MMA

München – In der Nacht zum Freitag geht sie los, Valdrin Istrefis zweite Jagd auf die PFL-Million. Der 28-Jährige nahm bereits im vergangenen Jahr am Schwergewichtsturnier teil und qualifizierte sich für die Playoffs.

Dann war jedoch Schluss. Allerdings nicht wegen einer Niederlage, eine Knieverletzung verhinderte einen Kampf im Viertelfinale gegen den späteren Gewinner Philipe Lins aus Brasilien.

Nun ist Istrefi wieder fit und bereit, in den USA für Furore zu sorgen und am Ende der Saison im Madison Square Garden von New York zum zweiten Schwergewichts-Millionär der PFL zu werden (der erste PFL-Kampf in der Nacht zum 7. Juni ab 0:30 Uhr live auf ranFIGHTING.de).

Von Struga über Liechtenstein nach New York

Der Weg von Valdrin Istrefi beginnt dabei in der mazedonischen Kleinstadt Struga, wo er als jüngstes von vier Kindern geboren wird. Die Familie zieht bald nach Balgach in die Schweiz. Hier wächst er auf, ohne mit Kampfsport in Berührung zu kommen. Stattdessen ist es zu Beginn der Basketball, der den heute 1,91 Meter großen Athleten anzieht.

Istrefi schließt seine Schule ab, macht ganz normal eine Ausbildung und entspricht daher so gar nicht dem Klischee des aggressiven Raufbolds, der erst durch den Kampfsport von der Straße wegkommt, im Gegenteil. Zum "Beast" wird Istrefi nur im Käfig. Privat ist sein Hund, ein American Bully namens Simba, die einzige "Bestie" im Haus.

So meldet sich Istrefi auch nur aus einer Laune heraus im Alter von 19 in einem lokalen Kickbox-Gym an und wird sofort vom Kampfsportfieber gepackt. Die ersten Wettkämpfe folgen und mit 22, als ihn die Vielseitigkeit des MMA-Sports mit seinen Teildisziplinen aus den olympischen Wettkämpfen fasziniert, tauscht er die Handschuhe gegen MMA-Faustschützer ein.

Das "Beast" Istrefi

Istrefi geht für das Liechtensteiner Team der Berserker an den Start und wird diesem Namen schnell alle Ehre machen. Die ersten sieben Kämpfe gewinnt er allesamt vorzeitig, nur zwei Mal geht es überhaupt in die zweite Runde.

Istrefi, der bis heute die Farben Liechtensteins auf der MMA-Bühne vertritt, kämpft sich die Ranglisten hoch und darf sich schon im dritten Profi-Jahr bei GMC gegen den erfahrenen deutschen Veteranen Björn Schmiedeberg beweisen, der ihm jedoch seine erste und lange Zeit einzige Niederlage zufügt.

Doch der 28-Jährige lässt sich nicht entmutigen, schließt sich den Balinger Planet Eatern um UFC-Kämpfer Peter Sobotta an und arbeitet fleißig weiter an seinen Fähigkeiten, während er immer noch regelmäßig in der Schweiz für den Verein aus Oberriet ringt. Mit Erfolg, drei Jahre lang wird ihn kein Gegner besiegen können.

Istrefi holt Sieg um Sieg im deutschsprachigen Raum und Ende 2017 den Titel der österreichischen Liga WSFC. Dann klopft die PFL an seine Tür. Mit der Aussicht, der UFC durch Kämpfe in Amerika näher zu kommen, fliegt Istrefi in die USA und bereitet sich beim renommierten AKA-Team auf seine Kämpfe vor.

Im zweiten Anlauf zum Turniersieg

Dabei hinterlässt Istrefi schon in der ersten Einheit so guten Eindruck, dass ihn UFC-Champion Daniel Cormier in Vorbereitung auf seinen Titelkampf gegen Stipe Miocic zwei Mal pro Woche zum Einzeltraining bestellt.

Für Cormier geht es gut aus, er wird wenige Wochen später Schwergewichts-Champion der UFC. Istrefi muss hingegen einen Rückschlag verkraften. Denn der einstige UFC-Kämpfer Jared Rosholt, ein hochdekorierter Amateurringer, zerrt ihn wiederholt auf die Matte und gewinnt nach Punkten.

Mit einem technischen Knockout durch harte Leg Kicks kann sich der Liechtensteiner gegen Daniel Gallemore die nötigen Punkte für die Playoffs sichern, in denen er dann wegen einer Verletzung nicht mehr antreten wird.

Doch nun ist die Zeit reif, nun soll endlich der große Wurf folgen. Gegen Ali Isaev, einen einstigen Europameister im Freistilringen, beginnt Istrefis Weg in Richtung Turniersieg. In der Nacht zum Freitag wird das "Beast" erneut im Käfig von der Leine gelassen (ab 0:30 Uhr live auf ranFIGHTING.de).

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