Kayla Harrison (li.) plant, im MMA an ihre Judo-Erfolge anknüpfen - Bildquelle: Ryan Loco/PFLKayla Harrison (li.) plant, im MMA an ihre Judo-Erfolge anknüpfen © Ryan Loco/PFL

München – Seit Kayla Harrison (5-0) vor drei Jahren ankündigte, sie wolle vom Judo zu den Mixed Martial Arts wechseln, hat man sie ständig mit UFC-Star Ronda Rousey verglichen. Das geht ihr mittlerweile gehörig auf die Nerven.

Rousey gewann im Judo die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen und wurde Vize-Weltmeisterin, Harrison erkämpfte sich hingegen zweimal Olympia-Gold und wurde Weltmeisterin. Andererseits gewann Rousey in der UFC den WM-Titel, während Harrison in ihrer neuen Sportart noch auf ihren ersten großen Triumph wartet.

"Wir haben beide Judo gemacht und wir sind beide blond", sagte Harrison im Interview mit dem "Business Insider". "Im Gegensatz zu ihr habe ich im Judo alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Ich war sechs Jahre lang die Nummer eins. Ich bin die erfolgreichste amerikanische Judoka aller Zeiten. Ansonsten haben wir nichts gemeinsam, wir haben eine völlig andere Mentalität."

Noch zwei Siege bis zum PFL-Titel

Wenige Wochen nach ihrer zweiten Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2016 begann Harrison mit dem MMA-Training, ihr Profidebüt feierte sie jedoch erst 2018 bei der Professional Fighters League. Nach drei vorzeitigen Siegen in Folge bekam sie in diesem Jahr die Gelegenheit, in der zweiten PFL-Saison am Millionenturnier im Leichtgewicht teilzunehmen und den PFL-Titel zu gewinnen.

Zwei dominante Siege in der Vorrunde führten die 29 Jahre alte US-Amerikanerin ins Halbfinale. In der Nacht zum Sonntag trifft sie bei PFL 7 in Las Vegas auf Bobbi-Jo Dalziel (5-1) aus Kanada (ab 2 Uhr live auf ranFIGHTING.de).

"Nach sechs Kämpfen habe ich bereits die Chance, im PFL-Finale um einen Titel anzutreten", sagte Harrison. "Ich habe gerade einen Lauf, doch ich werde meine Gegnerin nicht unterschätzen. Ich schaue nur von Kampf zu Kampf, aber es ist mein Ziel, den PFL-Titel zu gewinnen."

Harrison hat ambitionierte Pläne

Auch wenn Harrison mit fünf Siegen in fünf Profikämpfen als Favoritin in das Halbfinale geht, nimmt sie die kurzfristig für Genah Fabian eingesprungene Dalziel nicht auf die leichte Schulter. Denn sie ist ebenfalls noch nicht am Ende ihrer sportlichen Entwicklung angelangt.

"Ich bin noch ein Baby, ich lerne noch immer – mein Debüt fand erst letztes Jahr im Juni statt", sagte Harrison. "Jeden Tag lerne ich etwas Neues, jeden Tag verbessere ich mich ein klein wenig und jeden Tag werde ich selbstbewusster. Ich werde mich weiterentwickeln, vielseitiger werden und eine dominante Macht in diesem Sport sein. Ich habe ein Ziel und darauf konzentriere ich mich. Ich will die Beste der Welt werden."

Im Finale wartet Kaufman oder Pacheco

Zwei UFC-Veteraninnen kämpfen bei PFL 7 um das zweite Ticket für das PFL-Finale in der Silvesternacht. Die Kanadierin Sarah Kaufman (21-4, 1 NC) und die Brasilianerin Larissa Pacheco (12-3) wollen Harrison in die Parade fahren und selbst den Millionengewinn abstauben.

Kaufman, die in den USA bereits die Titel von Strikeforce und Invicta FC hielt, ist mit 26 Profikämpfen die erfahrenste Turnierteilnehmerin. Sie erzielte bislang zehn Siege durch Knockout, Pacheco war hingegen achtmal durch Aufgabe erfolgreich. Ihr Halbfinale ist also ein klassisches Duell zwischen Standkämpferin und Bodenkämpferin, genauso wie der Kampf zwischen Fabian und Harrison.

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