Marie Lang (re.) griff erneut mit Kicks an - Bildquelle: imago sportfotoMarie Lang (re.) griff erneut mit Kicks an © imago sportfoto

München – Das halbe Dutzend ist für Marie Lang voll. Die Steko-Kämpferin setzte ihre Erfolgsserie auch gegen die Griechin Athina Evmorfiadi fort und gewann dabei im Duell der beiden Models den vakanten Weltmeistertitel im Kickboxen mit Lowkicks bis 65 Kilogramm.

Lang benötigte dabei aber erneut die komplette Kampfzeit, denn ihre griechische Gegnerin zeigte sich als zähe Kontrahentin. Evmorfiadis Deckung war dicht, die Low Kicks saßen und gelegentlich kam sie auch mit ihrer Rechten durch, sodass sich eine kleine Platzwunde bei Lang öffnete.

Die Deutsche ließ sich aber davon nicht beirren, sondern ging aggressiv mit Kicks und Schlägen nach vorne und konnte so Punkt für Punkt sammeln, da sich Evmorfiadi immer wieder an die Seile zurückdrängen ließ.

Lang gewinnt sechsten WM-Titel

Die Griechin ließ Lang kommen, blockte die Linke und wartete auf Gelegenheiten in der Nahdistanz. Lang ging stetig nach vorne und feuerte Schlag um Schlag ab. In der vierten Runde konnte die Kickbox-Queen dann mit einer Rechten noch einen schönen Treffer landen und auch in der fünften kamen Langs Fäuste ins Ziel.

Evmorfiadis Gegenwehr schwand mit jeder Minute. Die 29-Jährige kassierte zudem noch einen Punktabzug in der letzten Runde, da sie wiederholt Kicks abfing und den Kopf im Clinch nach unten drückte.

In den letzten Sekunden ließen beide Frauen dann noch einmal die Fäuste fliegen, doch die Griechin konnte das Ruder mit dem Endspurt nicht mehr herumreißen. Mit 50 zu 45, 50 zu 44 und 50 zu 46 gewann Lang das zähe Duell und damit den sechsten WM-Titel vielleicht ein wenig zu deutlich nach Punkten.

Sebastian Preuss geht früh auf die Bretter

Zuvor behielt Sebastian Preuss seinen WM-Titel im Thaiboxen. Mit sehr viel Glück. Denn der 22-jährige Schweizer Loic Njeya kaufte dem Titelverteidiger über fünf Runden den Schneid ab und hätte sich in jeder anderen Stadt wohl zum neuen Weltmeister gekrönt.

Njeya ging von Beginn an aggressiv nach vorne und deckte Preuss mit Schlägen ein. Schon in der zweiten Minute ging Preuss das erste Mal zu Boden. Von einem schweren linken Haken getroffen fiel er rücklings zwischen die Seile und musste das erste Mal angezählt werden.

Der Deutsche kam wieder hoch, musste wenig später aber erneut auf die Bretter und rettete sich in die Rundenpause. Der Schweizer blieb auch in der Folge aggressiv und ließ sich auch nicht von den Drehkicks und Kniestößen Preuss‘ einschüchtern. Dieser kam weiterhin nicht mit der Linken des Schweizers zurecht.

Preuss‘ Comeback wird belohnt

Erst ab dem dritten Durchgang konnte Preuss aufholen, als bei Njeya die Kräfte ausgingen. Mit dem Ende der vierten Runde saß dann auch der erste von Preuss‘ Drehkicks. Der Deutsche warf gegen den entkräfteten Schweizer bis zum Schluss alles in die Waagschale.

Und er sollte Glück haben, denn das Comeback wurde am Ende knapp belohnt. Mit 48 zu 47, 46 zu 49 und 47 zu 47 endete der Kampf am Ende knapp unentschieden. Damit konnte Preuss seinen WKU-Titel behalten.

Der Titelträger zeigte sich anschließend selbstkritisch und gab zu, Njeya unterschätzt zu haben. Sowohl der Kämpfer als auch sein Promoter waren sofort offen für einen Rückkampf gegen den gefährlichen Schweizer, dem die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand.

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