Rico Verhoeven (re.) will den Rückkampf gegen Badr Hari - Bildquelle: Glory Sports InternationalRico Verhoeven (re.) will den Rückkampf gegen Badr Hari © Glory Sports International

München – Im Dezember 2016 trafen die beiden größte Stars des Schwergewichts-Kickboxens Rico Verhoeven und Badr Hari in Oberhausen aufeinander. Der Kampf endete unbefriedigend, da sich Hari in der zweiten Runde den Arm brach und nicht weiterkämpfen konnte.

Seit dem ersten Duell hoffen Fans auf einen Rückkampf zwischen dem "Bad Boy" des Kickboxens und dem Glory-Champion. Immer wieder gab es Gerüchte. Nun, nachdem Hari seinen Vertrag bei Glory verlängert hat, setzt Verhoeven der Organisation die Pistole auf die Brust.

Nur mit einem Rückkampf gegen Hari kann der 30-jährige Champion gehalten werden. "Ansonsten werde ich meinen Vertrag nicht verlängern", so Verhoeven.

Verhoeven fordert Hari-Kampf

"Ich will, dass Badr Hari mein nächster Gegner wird", sagte Verhoeven der niederländischen Tageszeitung AD. "Ich habe mir ausgerechnet, dass wir im Dezember kämpfen können. Es gibt für Glory keinen Grund, noch länger zu warten. Mein letzter Kampf war im September, wenn ich dann im Dezember antrete, hatte ich über ein Jahr Pause."

Damit ist auch klar, dass Rico Verhoeven bis dahin keine anderen Kämpfe annehmen wird. Darüber dürfte sich insbesondere Jamal Ben Saddik ärgern, der im Dezember noch ein Acht-Mann-Turnier gewonnen und sich damit Hoffnungen auf einen Titelkampf gemacht hatte.

Kein Mitleid gibt es dafür von Verhoeven, denn der Rückkampf gegen Hari sei schlicht genau das, auf das die Kickbox-Welt seit zweieinhalb Jahren warten würde.

"Jeder wusste nach dem ersten Kampf, dass die Geschichte mit Badr noch nicht vorbei ist", so Verhoeven weiter. "Jeder will einen zweiten Kampf zwischen uns. Wir wollen den Kampf auch beide. Für solche Kämpfe leben wir. Badr, ich, unsere Trainer, das ist das Champions-League-Finale des Kickboxens."

Hari muss Doping-Sperre absitzen

Bis es soweit ist, müssen Hari und Verhoeven jedoch erst noch die Dopingsperre des Marokkaners aussitzen. Hari bezwang im vergangenen Jahr Hesdy Gerges nach Punkten, anschließend wurden beide positiv getestet und gesperrt. Erst im November läuft Haris Sperre ab, dann wäre der Weg frei für den Rückkampf.

Verhoeven, ein großer Doping-Gegner, geht mit Haris Sperre von 19 Monaten konform. "Jede weitere Strafe würde seine Karriere zerstören", wird der Prince Of Kickboxing zitiert. Nicht uneigennützig, je eher Hari wieder kämpfen kann, desto eher kann Verhoeven auf den 34-jährigen treffen.

Nun ist Glory am Drücker, den Kampf auf die Beine zu stellen. Der erste Schritt wurde mit der Vertragsverlängerung von Hari bereits getan. Wenn Glory nun auch Verhoeven, der laut eigener Aussage schon mit drei anderen Interessenten Verhandlungen aufgenommen hat, langfristig binden möchte, führt an einem Rückkampf kein Weg vorbei.

"Mein Vertrag ist mittlerweile ausgelaufen", erklärte Verhoeven. "Badr ist unter Vertrag, also können sie jetzt den Kampf planen. Vorher rede ich nicht über eine Vertragsverlängerung. So einfach ist das. Erst kämpfe ich gegen Badr, dann sind die anderen dran. Glory hat mir gesagt, dass sie es besprechen werden. Wir warten und unterhalten uns in der Zwischenzeit mit anderen Organisationen."

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