Johannes Dürr muss sich vor dem Gericht verantworten - Bildquelle: AFPSIDGIUSEPPE CACACEJohannes Dürr muss sich vor dem Gericht verantworten © AFPSIDGIUSEPPE CACACE

Berlin (SID) - Der ehemalige Skilangläufer Johannes Dürr muss sich vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat gegen den Österreicher unter anderem wegen gewerbsmäßigen, schweren Sportbetrugs Anklage erhoben. Dürr drohen bis zu fünf Jahre Haft. Das berichtet der ORF.

Dürr, durch dessen Aussagen die Ermittlungen der Operation Aderlass bei der Nordischen Ski-WM im Februar dieses Jahres ins Rollen gekommen waren, soll auch am Doping anderer Athleten beteiligt gewesen sein. So soll der Niederösterreicher Wachstumshormone vom deutschen Mediziner Mark S. an andere Sportler weitergegeben und andere Sportler "zum Zwecke des Eigenblutdopings an den deutschen Mediziner vermittelt" haben.

Von der österreichischen Anti-Doping-Rechtskommission (ÖADR) war Dürr bereits im Oktober lebenslang gesperrt worden. Beendet ist im Zuge der Operation Aderlass das Verfahren gegen Max Hauke. Der frühere ÖSV-Teamkollege von Dürr wurde wegen gewerbsmäßigen, schweren Sportbetrugs zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Auch in Deutschland stehen die Ermittlungen gegen das mutmaßliche Doping-Netzwerk um den Erfurter Sportarzt Mark S. vor dem Abschluss. Man werde gegen Ende des Jahres mit einer Anklage rechnen können, sagte Kai Gräber, Chef-Ermittler der Schwerpunktstaatsanwaltschaft in München.