Viertes Rennen, vierter Sieg: Therese Johaug - Bildquelle: NTB ScanpixNTB ScanpixSIDTORE MEEKViertes Rennen, vierter Sieg: Therese Johaug © NTB ScanpixNTB ScanpixSIDTORE MEEK

Beitostølen (SID) - Skilangläuferin Therese Johaug eilt nach Ablauf ihrer Dopingsperre weiter von Sieg zu Sieg. Die 30-Jährige war bei ihrem Heimspiel im norwegischen Beitostölen über 15 Kilometer eine Klasse für sich und gewann auch das vierte Distanzrennen des WM-Winters. Bei den Männern sorgten Sjur Röthe und Martin Johnsrud Sundby über die doppelte Distanz sogar für einen Doppelsieg der Gastgeber.

Das deutsche Mini-Team ging in den ersten Rennen in Beitostölen seit 2009 nahezu leer aus. Katharina Hennig (Oberwiesenthal) holte auf Rang 30 den einzigen Weltcup-Punkt des Tages. Bei den Männern landete Jonas Dobler (Traunstein) als bester DSV-Starter auf Rang 31. Janosch Brugger (Schluchsee), der eine Woche zuvor in der Verfolgung von Lillehammer als Tagesschnellster seinen ersten Weltcupsieg gefeiert hatte, fehlte erkrankt.

Johaug lag im Kampf gegen die Uhr bei jeder Zwischenzeit vorne, im Ziel hatte die siebenmalige Weltmeisterin einen deutlichen Vorsprung von 1:05,9 Minuten auf die dreimalige Olympiasiegerin Charlotte Kalla aus Schweden. Rang drei im freien Stil ging an die Norwegerin Ingvild Flugstad Östberg (+1:06,2).

"Das hier ist mein Ort, ich liebe Beitostölen. Es waren wunderschöne Bedingungen mit dem vielen Schnee. Nach dem letzten Wochenende war ich sehr müde, aber zum Glück habe ich mich gut erholt", sagte Johaug, die mit 500 Punkten ihre Führung im Gesamtweltcup ausbaute.

Hennig (+3:38,8) schaffte es zwar in die Punkte, die Top 15 und damit die halbe WM-Norm verpasste die 22-Jährige aber deutlich. Die zweite deutsche Starterin Julia Belger (Oberwiesenthal/+4:41,7) musste sich mit Rang 44 begnügen.

Leer gingen drei Stunden später auch Lucas Bögl (Gaißach/37.) und Thomas Bing (Rhön/54.) aus. Ganz vorne feierte Röthe vor Sundby und dem Russen Andrej Melnischenko seinen zweiten Saisonsieg. Das Rennen wurde dabei zu einem Duell der aktuell dominierenden Nationen: Am Ende landeten sechs Norweger und vier Russen in den Top Ten.