Russlands Stars wie Sergej Schubenkow atmen auf - Bildquelle: AFPSIDJEWEL SAMADRusslands Stars wie Sergej Schubenkow atmen auf © AFPSIDJEWEL SAMAD

Moskau (SID) - Russlands Skandal-Leichtathleten entgehen dank eines Eingreifen des Staats wohl dem Ausschluss aus dem Weltverband. Das Sportministerium des Landes gab am Mittwoch bekannt, die eigentlich schon zum 1. Juli fällige Geldstrafe im Zuge des massiven Doping- und Betrugsskandals zu übernehmen. Sebastian Coe, Präsident von World Athletics, hatte die Frist für die Zahlung der umgerechnet 5,37 Millionen Euro zuletzt bis zum 15. August verlängert.

Wäre das Geld nicht rechtzeitig überwiesen worden, wäre eine Teilnahme russischer Leichtathleten im nächsten Jahr an den Olympischen Spielen in Tokio äußerst fraglich gewesen. Der Verband RUSAF hatte zuletzt immer wieder betont, nicht über "ausreichende Mittel" zu verfügen.

Nun sprang das Ministerium zur Seite. "Es wurde eine beispiellose Entscheidung getroffen, dem russischen Leichtathletikverband einen Zuschuss für die Entwicklung des Sports zu gewähren. Dazu zählt auch die Begleichung der Schulden bei World Athletics", hieß es in einer Erklärung.

Stars wie Hochsprung-Weltmeisterin Marija Lassizkene, Hürdensprinter Sergej Schubenkow oder Stabhochsprung-Weltmeisterin Anschelika Sidorowa können somit aufatmen. Rune Andersen, Chef der Taskforce im Fall Russland, hatte zuletzt aber auch erklärt, dass russische Athleten weiterhin den Status eines neutralen Athleten beantragen könnten, sollte die Geldstrafe pünktlich bezahlt und weitere Wiedereinstellungsanforderungen eingehalten werden.

"Die Verteidigung der Interessen russischer Athleten" und die "Wiederherstellung des Rechts russischer Athleten auf Teilnahme an internationalen Wettkämpfen" gehörten zu den "Prioritäten" des Sportministeriums, betonte das Ministerium in seiner Mitteilung. Es gelte weiter die Null-Toleranz-Devise gegenüber Doping.

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