Sebastian Coe wendet sich nicht gegen mögliche Proteste - Bildquelle: AFPSIDFABRICE COFFRINISebastian Coe wendet sich nicht gegen mögliche Proteste © AFPSIDFABRICE COFFRINI

Köln (SID) - Weltverbands-Präsident Sebastian Coe will sich nicht gegen mögliche Proteste im Zuge der umstrittenen Leichtathletik-WM in Doha/Katar wenden. Der frühere 800-m-Weltrekordler sehe sich "nicht in der Gemütslage, um Stimmen zum Schweigen zu bringen", sagte Coe der BBC wenige Tage vor Beginn der Titelkämpfe (27. September bis 6. Oktober).

Proteste von Sportlern und Zuschauern könnten sich vor allem gegen die Ächtung von Homosexualität in dem arabischen Land richten. Auf jene stehen in Katar langjährige Gefängnisstrafen. Auch freie Meinungsäußerung ist dort nicht garantiert, zudem steht das Land wegen der Ausbeutung von Gastarbeitern in der Kritik.  

"Wir sind ein Sport, der darauf beruht, zutiefst diskriminierungsfrei zu sein", sagte IAAF-Boss Coe: "Es gibt eine Zeit und einen Ort, um Meinungen klar zu äußern. Aber ich werde als Präsident nicht in der Gemütslage sein, Stimmen oder Gefühlsäußerungen von Sportlern zum Schweigen zu bringen."

Coe verteidige die Wahl Dohas als Austragungsort, die noch unter seinem Vorgänger Lamine Diack vorgenommen worden war. "Ich habe noch nie eine Situation erlebt, in welcher der Sport, der ein neues Territorium betritt, nicht die Dinge in sozialer, kultureller und politischer Hinsicht auf positive Art angeschoben hat", sagte der 62-Jährige.

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