Niklas Kaul sieht sich selbst noch nicht am Limit - Bildquelle: FIRO/FIRO/SID/Niklas Kaul sieht sich selbst noch nicht am Limit © FIRO/FIRO/SID/

Köln (SID) - Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul glaubt an eine Verbesserung seiner persönlichen Bestleistung von 8691 Punkten. "Ich bin in keiner Disziplin am absoluten Maximum", sagte der 24-Jährige in einem Interview mit der Welt: "In allen Techniken liegen noch Potenziale, selbst im Speerwurf. Da muss ich schauen, ob ich die noch ausschöpfen kann."

Nach seinem WM-Triumph in Doha 2019 plagten den Mainzer immer wieder Verletzungen, so auch bei seinem Comeback Anfang Mai in Ratingen. Ein eingeklemmter Nerv im Nacken zwang Kaul zum Abbruch. Für den Zehnkämpfer, der die Norm für die Heim-EM in München (15. bis 21. August) noch nicht geknackt hat, ist der erneute Rückschlag aber kein Grund zur Sorge: "Ich fühle mich gut und denke, das wird in Zukunft auch kein Problem sein." 

Die nächste Chance auf die EM-Qualifikation hat Kaul am kommenden Wochenende in Götzis, für die Norm sind 8100 Punkte gefordert. Ein starkes Ergebnis in Österreich würde für ein Mammutprogramm im Sommer sorgen: Als Titelverteidiger besitzt Kaul eine Wildcard für die WM in Eugene (15. bis 24. Juli), drei Wochen später folgt das EM-Heimspiel in München.

Für Kaul, der vor drei Jahren als jüngster Zehnkampf-Weltmeister in die Geschichte einging, ist die Doppelbelastung und die kurze Pause zwischen den Events eine ungewohnte Situation. "Wir haben genau 21 Tage. Das ist wirklich nicht viel", sagte er: "Allerdings betrifft es alle EM-Medaillenkandidaten." Für ein erfolgreiches Abschneiden des Mainzers sei "die Regeneration" entscheidend.

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