Christian Taylor gehört zum Führungsgremium - Bildquelle: AFPSIDCHANDAN KHANNAChristian Taylor gehört zum Führungsgremium © AFPSIDCHANDAN KHANNA

Köln (SID) - Die Topstars der Leichtathleten vereinen sich und kämpfen künftig mit einer weltweiten unabhängigen Athletenvertretung um mehr Mitbestimmung. Mit dem zweimaligen Dreisprung-Olympiasieger Christian Taylor (USA) als Präsidenten und unter anderem seiner Landsfrau Allyson Felix, der erfolgreichsten Leichtathletin der Geschichte, in vorderster Reihe fordert "The Athletics Association" unter dem Motto "We are the Sport" mehr Rechte für die Aktiven.

"Ich bin sehr stolz auf die bisher erreichten Fortschritte im Vorstand der Athletics Association. Wir haben schon viel Arbeit investiert, um eine geeignete Führung und eine langfristige Ausrichtung zu etablieren, welche notwendig sind, um den Athleten gerecht zu werden, die wir vertreten", wird Taylor in der am Donnerstag veröffentlichen Gründungserklärung zitiert: "In unserer Führung finden sich Athleten von jedem Kontinent und aus einer Vielfalt von Disziplinen."

In dem 24-köpfigen Führungsgremium, das neben Taylor und Felix weitere Topstars wie den früheren Zehnkampf-Weltrekordler Ashton Eaton (USA), die zweimalige 100-m-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (Jamaika) und 400-m-Olympiasiegerin Shaunae Miller-Uibo (Bahamas) einschließt, ist kein deutscher Leichtathlet vertreten. Auch aus der offiziellen Athleten-Kommission des Weltverbandes World Athletics, zu der auch Speer-Olympiasieger Thomas Röhler gehört, ist kein Sportler in vorderster Front dabei.

"Ich bin in sehr engem Austausch mit Christian und dem Team - somit auch als eines der Bindeglieder anzusehen. Insgesamt sind WA Athletes Commission und die Association kommunikativ verbunden, jedoch nicht strukturell - das ist auch gut so", sagte Röhler dem SID.

Zu den Zielen der Athletics Association gehört es unter anderem, mit dem Weltverband in engem Kontakt zusammenzuarbeiten, um neue Konzepte zu erarbeiten und die Sportler an den Entscheidungen zu beteiligen. Zudem sollen die umstrittenen Programmänderungen in der Diamond League, durch die Sportler diverser Disziplinen von der lukrativen Wettkampfserie ausgenommen sind, neu diskutiert werden. Ein weiterer Punkt ist die finanzielle Versorgung von Athleten und Athletinnen nach ihrer Karriere.

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