Feiert sein Comeback in Götzis: Rico Freimuth - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDFeiert sein Comeback in Götzis: Rico Freimuth © PIXATHLONPIXATHLONSID

Götzis - Er kickte in der Verbandsliga, kümmerte sich um sein Haus - und vor allem um sich selbst: Jetzt feiert Zehnkampf-Vizeweltmeister Rico Freimuth (Halle/Saale) nach einem Jahr Pause sein Comeback. Obwohl den 31-Jährigen zuletzt Rückenprobleme plagten, startet er am Wochenende beim traditionellen Mehrkampfmeeting in Götzis, wie er dem SID bestätigte.

Zu seinen Zielen und seiner Form wollte sich Freimuth aber nicht äußern. Wenn er fit ist, sollte die geforderte WM-Norm für die Titelkämpfe in Katar (27. September bis 6. Oktober) von 8200 Punkten für ihn aber kein Problem darstellen.

Insgesamt sind in Götzis sechs deutsche Zehnkämpfer und vier deutsche Siebenkämpferinnen am Start, die sich für Doha empfehlen wollen. Verletzt passen musste Europameister Arthur Abele (Ulm/Fußprobleme), dafür gilt Vizeweltmeisterin Carolin Schäfer (Frankfurt) bei den Frauen als Mitfavoritin auf den Sieg. Weil Olympiasiegerin Nafissatou Thiam aus Belgien ebenso wie Frankreichs Weltrekordler Kevin Mayer nicht in Götzis startet, ist die 27-Jährige mit ihrer Bestleistung von 6836 Punkten sogar die Nummer eins der Meldeliste.

Bundestrainer Hallmann selbstbewusst

Bei den Männern haben neben Freimuth der WM-Dritte Kai Kazmirek (Neuwied) und Shootingstar Niklas Kaul (Mainz) wohl die besten Chancen auf eine vordere Platzierung. Der erst 21 Jahre alte Kaul, EM-Vierter von Berlin und ehemaliger U20-Weltmeister, gilt in der Szene als der DLV-Star der Zukunft. 

"Wir haben uns intensiv vorbereitet und können selbstbewusst an den Start gehen", sagte Bundestrainer Christopher Hallmann: "Ich bin mir sicher, dass das deutsche Team im Zehnkampf von Götzis eine ganz entscheidende Rolle spielen wird." Die WM-Tickets für Katar werden dann endgültig in Ratingen (29. und 30. Juni) vergeben.

Freimuth war vor einem Jahr beim Zehnkampf in Götzis nach sieben Disziplinen ausgestiegen - wegen "mentaler Müdigkeit". Der BWL-Student brach seine Saison ab und verzichtete damit auch freiwillig auf die Heim-EM in Berlin, um sich zu erholen. Er spielte ein bisschen Fußball bei Romonta Amsdorf und renovierte unter anderem sein Haus. "Ich konnte viel buddeln und bauen", sagte er zuletzt. Nun ist Freimuth wieder ganz Zehnkämpfer und hat neue Ziele. Sein Fokus liegt bereits auf den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

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