Lückenkemper war nach dem Zieleinlauf gestürzt - Bildquelle: AFP/SID/INA FASSBENDERLückenkemper war nach dem Zieleinlauf gestürzt © AFP/SID/INA FASSBENDER

München (SID) - Gina Lückenkemper hat sich nach ihrem sensationellen Sprint zu EM-Gold im Krankenhaus behandeln lassen müssen. Die neue Europameisterin über 100 m war in einem spektakulären Finale kurz nach Zieleinlauf gestürzt und hatte sich eine Wunde am rechten Oberschenkel zugezogen. Diese wurde am späten Dienstagabend mit acht Stichen genäht. 

"Ich weiß noch nicht genau, woher die Wunde kommt. Ob vom Sturz oder etwas anderem. Aber mir geht es gut! Ich bin überglücklich und kann das alles noch gar nicht so richtig fassen", sagte Lückenkemper, nachdem sie um 1.10 Uhr im Teamhotel in München eingetroffen und vom Rest der deutschen Mannschaft mit großem Jubel empfangen worden war. 

Ob Lückenkempers Start in der 4x100m-Staffel am Schlusstag der Heim-EM in München gefährdet ist, ließ sich am Dienstagabend noch nicht absehen. Am Sonntag peilt das Quartett des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) mit Tatjana Pinto (Wattenscheid), Alexandra Burghardt (Burghausen), Lückenkemper (Berlin) und Rebekka Haase (Wetzlar) nach WM-Bronze auch eine EM-Medaille an. 

Lückenkemper war am Dienstag im Olympiastadion als erste deutsche Sprinterin nach Verena Sailer 2010 in Barcelona zu Gold gesprintet. Nach einem packenden Finish hatte sich die 25-Jährige in 10,99 Sekunden vor der zeitgleichen Schweizerin Mujinga Kambundji durchgesetzt. Bronze ging an die Britin Daryll Neita (11,00).

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