Thomas Röhler hofft auf "kluge Entscheidungen" - Bildquelle: AFPSIDKIRILL KUDRYAVTSEVThomas Röhler hofft auf "kluge Entscheidungen" © AFPSIDKIRILL KUDRYAVTSEV

Hamburg (SID) - Große Sorgen, Hoffnung - und ein Aufruf zum Zusammenhalt: Die deutschen Leichtathletik-Stars blicken mit gemischten Gefühlen auf den November-Lockdown im Sport. Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler weiß noch nicht, wie sich die neuen Corona-Einschränkungen auf seine Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio im nächsten Jahr auswirken werden. "Im Worst Case sitze ich Montag wieder zu Hause", sagte der 29-Jährige dem SID: "Aber bei drei Grad draußen frieren mir beim Krafttraining auf der Auffahrt die Hände an der Hantelstange fest."

Röhler hofft auf nach den Beschlüssen vom Mittwoch "auf kluge Entscheidungen und darauf, dass den Athleten, die damit ihr Geld verdienen, der Zugang zu den Sportstätten weiterhin gewährt wird." Klar sei aber auch: "Die Gesundheit aller geht vor."

Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul (22) und der deutsche Speerwurf-Rekordhalter Johannes Vetter (27) gehen derzeit nicht von Beeinträchtigungen aus. "Ich habe in dieser Hinsicht noch nichts gehört", sagte Kaul dem SID: "Wir gehen davon aus, dass wir als Kaderathleten ganz normal weiter trainieren können."

Auch Vetter ist "Stand jetzt entspannt", auch wenn er das gemeinsame Training in einer größeren Gruppe gerade in dieser anstrengenden Trainingsphase natürlich vermissen werde. Doch als Individualsportler und Kaderathlet rechnet er damit in einer Zweier-Gruppe, also mit seinem Trainer, weiter relativ normal trainieren zu können.

"Aber es kommt natürlich darauf an, was die einzelnen Bundesländer und Kommunen noch entscheiden", sagte Vetter, der sich der Signalwirkung von Ausnahmeregelungen an die Gesellschaft sehr bewusst ist: "Ich weiß, dass es in dieser Situation schwierig ist für Leistungssportler eine Extra-Wurst zu fordern, nur weil wir uns auf Olympia vorbereiten."

Für den Breiten- und Vereinssport seien die Maßnahmen "schon ziemlich krass, der lebt ja von seinen Mitgliedern, vom Miteinander, sagte Vetter und appellierte: "Jetzt gilt, dass wir zusammenhalten müssen, um uns da durchzubeißen."

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