Trotz seines souveränen Sieges hadert Johannes Vetter - Bildquelle: AFPSIDMICHAL CIZEKTrotz seines souveränen Sieges hadert Johannes Vetter © AFPSIDMICHAL CIZEK

Köln (SID) - Nach seinem siebten 90-Meter-Wurf in Serie war Speerwurf-Ass Johannes Vetter nicht einmal mehr rundum zufrieden, die Ansprüche des Offenburgers sind wenige Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele zu hoch. "Es war nicht einfach, heute zu werfen", sagte Vetter nach seinem souveränen Sieg in Luzern mit 92,14 m: "Ich hätte gerne ein besseres Resultat erzielt, aber mein Körper war zu müde nach den 93,59 m in Kuortane drei Tage vorher."

Vetter absolvierte bei nasskaltem Wetter in der Schweiz nur drei Versuche, die reichten jedoch locker, um vor dem deutschen Meister Julian Weber (Mainz/84,95) zu gewinnen. Vetter hat weiterhin als einziger Speerwerfer in diesem Jahr die 90-Meter-Marke übertroffen, seine Jahresbestleistung steht bei 96,29 m, erzielt bei der Team-EM in Chorzow/Polen.

Der Ex-Weltmeister ist damit der große Goldfavorit in Tokio (23. Juli bis 8. August) und gleichzeitig einer der ganz wenigen Medaillenkandidaten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) bei den Spielen. In Luzern überzeugten die DLV-Athletinnen und -Athleten am Dienstagabend jedoch mit insgesamt sieben Siegen.

Darunter war auch Speer-Europameisterin Christina Hussong (Zweibrücken), die auf 64,02 m kam und - anders als Vetter - damit glücklich war. "Bei Regenwetter wieder über die olympische Qualifikationsweite zu werfen, ist ein gutes Resultat", sagte die deutsche Meisterin.

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