Timo Glock (li.), Philipp Eng (Mi.) und Joel Eriksson (re.) hoffen auf einen... - Bildquelle: imago/HartenfelserTimo Glock (li.), Philipp Eng (Mi.) und Joel Eriksson (re.) hoffen auf einen guten Saisonstart in der DTM. © imago/Hartenfelser

München - Philipp Eng und Joel Eriksson sind die Neuen in den Reihen der DTM-Piloten von BMW. Die Münchner waren von der Leistung der beiden bei den Testfahrten so sehr beeindruckt, dass sie zu Stammfahrern in der DTM-Saison 2018 (ab Mai live in SAT.1 und auf ran.de) befördert wurden. Und BMW verfolgt dabei ein bestimmtes Ziel: "Ich erwarte, dass sie mit ihrer frischen und neuen Herangehensweise den anderen ein bisschen Feuer unterm Hintern machen", sagt BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt im Interview mit "Motorsport-Total.com". 

Neuling Eng hat sich bei Timo Glock Tipps für seine DTM-Premiere geholt und auch mit Marco Wittmann verbindet den Österreicher mehr als nur der Arbeitgeber. "Marco kenne ich schon vom Kartfahren, als wir zwölf oder 13 Jahre alt waren. Da haben wir schon eine ganz gute Basis, weil wir uns schon so lange kennen", sagt Eng zu "Motorsport-Total.com".

Ob die "alten Hasen" den Neuen alle Geheimnisse verraten? "Ob er (Marco; Anm. d. Red.) mir alles erzählt, was er so weiß, weiß ich nicht. Aber ich bin mir sicher, dass er zumindest immer die Wahrheit sagt, wenn ich ihn etwas frage", lacht der Salzburger.

Glock: "Kann ihm nur den Tipp geben ..."

Glock hält viel von den beiden Neuzugängen im Team: "Wenn Philipp das Paket passt, kann er auch in der Lage sein, zu schaffen, was Rene Rast geschafft hat. Auch ein Joel Eriksson kann das schaffen." Rast gewann in seiner ersten DTM-Saison auf Anhieb die Meisterschaft - eine hohe Messlatte für die BMW-Rookies. "Wenn man sich die Vergangenheit von Philipp anschaut - egal wo er drinnen gesessen hat: er war schnell. Er weiß schon, was er am Lenkrad zu tun hat", lobt Glock seinen Teamkollegen.

Der ehemalige Formel-1-Pilot hat noch einen guten Ratschlag für Eng: "Ich kann ihm nur den Tipp geben, etwas entspannter an das Thema heranzugehen. Das heißt nicht, dass er nicht entspannt ist. Aber ich habe gelernt: Im ersten Jahr darf man nichts erzwingen und muss es auf sich zukommen lassen."

Durch Teamwork zum Erfolg

Auch Eriksson will von der Erfahrung seiner Kollegen lernen und weiß die Vorzüge darin zu schätzen. "Das ist ein Vorteil für mich, denn wir tauschen unsere Daten aus. Wir arbeiten alle als ein Team. Und wenn ich nach Hilfe frage, bekomme ich sie auch. Es wirkt beruhigend, so gute Fahrer im Team zu haben", sagt der junge Schwede. "Jeder hat seine eigenen Stärken. Und wenn wir diese für das Team einsetzen, können wir auch zusammen sehr stark sein." 

In Eng sieht Eriksson keinen Konkurrenten: "Wir fahren nicht gegeneinander - wir sind ein Team. Wir versuchen, zusammen unser Bestes zu geben. Und das Wichtigste ist, dass BMW am Ende oben steht."

Bei BMW ist man von der Stärke der sechs Piloten überzeugt. "Wir haben mit drei Meisterschaften im Line-up - zweimal Marco und einmal Bruno - mit Timo und Augusto und den zwei Neuen eine gute Mischung", sagt Marquardt. "Das ist die richtige Konstellation, die es für diese Saison braucht."

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