Führt derzeit das Ranking in der DTM an: Rene Rast. - Bildquelle: imagoFührt derzeit das Ranking in der DTM an: Rene Rast. © imago

München - "Der Norisring war schon immer ein absolutes Highlight im DTM-Kalender", sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. "In diesem Jahr dürfen sich die Zuschauer aber auf ein ganz besonderes Spektakel freuen. Die neuen Autos sind stärker und schneller. Wir erwarten Rundenrekorde, über 270 km/h Topspeed und dadurch natürlich eine noch extremere Belastung für die Bremsen. Durch die höheren Geschwindigkeiten werden die Bremswege länger, die Bremsen dadurch heißer."

Bereits im vergangenen Jahr wurden die Bremssättel des Audi RS 5 DTM in Nürnberg zusätzlich mit Wasser gekühlt. In diesem Jahr kommen außerdem stärker durchlüftete Bremsscheiben zum Einsatz, die auch mit der zu erwartenden großen Hitze klarkommen (Sa. und So. ab 13 Uhr live in SAT.1 und im Livestream auf ran.de).

Härtetest auch für das Material 

"Die Strecke ist wegen der beiden Spitzkehren am Ende der schnellen Geraden superhart für die Bremsen", sagt Audi-Pilot Nico Müller. "Im Rennen müssen wir mit den Bremsen haushalten. Es wird ein Härtetest nicht nur für uns Fahrer, sondern auch für das Material. Noch dazu hat die Strecke sehr viele Bodenwellen, die sich jedes Jahr verändern."

Müller gewann 2016 auf dem 2,3 Kilometer kurzen Stadtkurs zwischen Dutzendteich und Max-Morlock-Stadion sein erstes DTM-Rennen. Auch im vergangenen Jahr war er in Nürnberg der erfolgreichste Audi-Pilot. Nach seinem Sieg in Misano Anfang Juni liegt der Schweizer auf dem dritten Tabellenrang und kann es kaum erwarten, erstmals mit einem Turboauto auf dem Norisring zu starten.

Alle Audi-Fahrer bereits mit Podiumsplätzen

Mit dem neuen Audi RS 5 DTM setzt Audi Sport seine Erfolgsgeschichte in der DTM nahtlos fort. Mit drei Siegen und zwölf von achtzehn möglichen Podiumsplätzen ist die Bilanz des neuen Class-1-Rennwagens eindrucksvoll. Dank der starken Auftritte bei den ersten drei Veranstaltungen kommt Audi als Spitzenreiter aller drei Wertungen zum Norisring und möchte seine führende Position beim DTM-Heimspiel behaupten.

Mit René Rast (4), Nico Müller (3), Robin Frijns (2), Loïc Duval (1), Jamie Green (1) und Mike Rockenfeller (1) haben alle sechs Audi-Werksfahrer in diesem Jahr bereits Podiumsergebnisse erzielt. Alle sechs liegen vor dem Norisring in der Top Ten der Meisterschaft.

Noch keine Punkte für Rast am Norisring

Spitzenreiter der Fahrerwertung ist René Rast, der in der DTM im Eiltempo von Rekord zu Rekord fährt. Nur auf dem Norisring hat der Champion des Jahres 2017 und amtierende Vizemeister bisher eine für ihn äußert ungewöhnliche Bilanz: Rast kam in Nürnberg bei vier Starts in der DTM noch nie in die Punkte. Ein zwölfter Platz ist sein bisher bestes Ergebnis auf dem Stadtkurs.

Rene Rast FCB-Auto
© Audi

"Höchste Zeit, das zu ändern", sagt der Audi-Pilot. "Vielleicht ist ja das Design meines Autos ein gutes Omen." Rast startet am Norisring und auch 14 Tage später in Assen mit einem Audi RS 5 DTM in den Farben des FC Bayern München. Mit dem Logo des Fußball-Rekordmeisters auf dem Dach wirbt der DTM-Star für den Audi Cup, der am 30. und 31. Juli in der Allianz Arena in München ausgetragen wird.

Jamie Green feiert Comeback

Rast selbst ist kein Fußballfan, wohl aber sein Teamkollege Jamie Green. Rechtzeitig vor dem Highlight-Rennen in Nürnberg, das er schon viermal gewinnen konnte, hat sich der Brite von einer Blinddarm-Operation erholt und ist wieder einsatzbereit. "Auch wenn die Narben noch nicht ganz verheilt waren, konnte ich bereits zwei Wochen nach der OP wieder mit dem Training beginnen", sagt Green. "Bisher verläuft der Heilungsprozess planmäßig."

Du willst die wichtigsten Motorsport-News direkt auf dein Smartphone bekommen? Dann trage dich für unseren kostenlosen WhatsApp-Service ein unter http://tiny.cc/ran-whatsapp

Motorsport-Galerien

Motorsport 2018 / 2019