Mercedes schickt ebenfalls ein Auto nach Jerez. - Bildquelle: Hoch ZweiMercedes schickt ebenfalls ein Auto nach Jerez. © Hoch Zwei

München – Gibt Aston Martin schon jetzt Gas, auch ohne Autos? Der DTM-Neuling nimmt an den Young Driver Tests in Jerez in dieser Woche (10. bis 12. Dezember) zwar noch nicht teil, könnte aber trotzdem potenzielle Fahrerkandidaten testen.

Wie das geht? Dank Aussteiger Mercedes.

Denn: Die Stuttgarter gesellen sich nach ihrem DTM-Ende beim Finale in Hockenheim noch einmal zu den alten Mitstreitern Audi und BMW. Bei den Tests geht ein letztes Mal ein Mercedes C 63 DTM auf die Strecke. Der Grund dafür ist simpel: Die Tests gehören offiziell und auch vertraglich noch zur abgelaufenen Saison.

Echte Härtetests

Doch wenn man schon mal da ist, kann man die Tests auch bestmöglich nutzen. Schließlich hat das Mercedes-Einsatzteam HWA zum Beispiel für die neu geschaffene Formel 3 gemeldet. Daneben ist HWA zusammen mit der AF Racing AG und R-Motorsport in das Aston-Martin-Projekt involviert, das 2019 in der DTM mitmischt. Heißt: Kein dreitägiges Auslaufen, keine Spaß-Veranstaltung, sondern echte Härtetest für den Nachwuchs.

Neben den beiden Österreichern Thomas Preining (20) und Ferdinand Habsburg (21) sitzen auch die Briten Jake Dennis (23) und Jake Hughes (24) in Jerez im Auto. Referenzfahrer ist der Spanier Daniel Juncadella.

Preining fuhr 2015 und 2016 in der Formel 4, wurde dort 21. und Vierter. Für den Sprung in die Formel 3 fehlte das Geld, stattdessen wurde er Porsche-Junior. 2017 holte der 20-Jährige im Porsche Carrera Cup Platz zwei in der Rookie-Wertung und 2018 den Gesamtsieg. Habsburg ist eine weitere österreichische Nachwuchs-Hoffnung. Der 21-Jährige war 2017 und 2018 in der Formel-3-EM unterwegs, im Carlin-Team holte er die Gesamtplätze sieben und 13. Kurios: Habsburg war ursprünglich als Young Driver für Audi vorgesehen und sollte da vor allem für das Audi-Kundenteam WRT im Auto sitzen. Stattdessen gab es eine kurzfristige Änderung, durch die er jetzt im Mercedes seine Visitenkarte abgibt.

Hughes fuhr in den vergangenen Jahren in der Formel Renault, der Formel-3-Europameisterschaft und war zuletzt in der GP3 unterwegs. Dort landete er 2018 auf dem achten Gesamtplatz. Dennis war in dieser Saison sogar schon für R-Motorsport im Einsatz, und zwar bei einigen Blancpain-Rennen. Er absolvierte 2018 zudem einen Formel-1-Test für Red Bull Racing, war zuvor in der GP3 und der Formel 3 unterwegs, wechselte im vergangenen Jahr aber in den GT-Sport. 2015 wurde er in der Formel-3-EM Gesamtdritter, in der GP3 im Jahr darauf Vierter mit zwei Laufsiegen.

Die Plätze sind begrenzt

Das Quartett will sich an den drei Tagen nachdrücklich empfehlen, denn die Plätze in der DTM sind ebenso begrenzt wie begehrt. Aston Martin beziehungsweise R-Motorsport will 2019 zunächst mit zwei Autos einsteigen, mittelfristig sollen es vier werden. 

Als Fahrer ist auch Ex-DTM-Meister Paul di Resta im Gespräch, die Aston-Martin-Werksfahrer wie Maxime Martin ebenfalls oder Piloten aus dem R-Motorsport-Kader wie der Österreicher Dominik Baumann und der Deutsche Marvin Kirchhöfer.  

Die Palette an möglichen Piloten ist also breit. Deshalb gibt Aston Martin schon jetzt Gas. Sogar ohne eigenes Auto.

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