Die wichtigsten Regeln zur Saison 2019. - Bildquelle: imago images / HochZweiDie wichtigsten Regeln zur Saison 2019. © imago images / HochZwei

München - Die DTM 2019 nimmt vom 3. bis 5. Mai in Hockenheim (DTM live in SAT.1 und im Livestream auf ran.de) Fahrt auf. Für die neue Saison kann eine kleine Regelkunde nicht schaden. ran.de stellt die wichtigsten Regeln vor.

Punkte: Das Wichtigste für Hersteller und Fahrer - um sie geht es! Beide Rennen an einem Wochenende sind von der Punktausbeute gleichwertig, das Systen ist identisch zur Formel 1. Die ersten zehn Plätze bekommen demnach Punkte nach folgendem Schema: 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1. Auch im Qualifying gibt es Zählbares. Für die Pole sind es drei Punkte, der Zweitschnellste bekommt zwei und der Dritte einen Punkt.

Wertungen: Im Mittelpunkt steht natürlich der Fahrertitel, allerdings werden in der DTM noch zwei weitere Titel vergeben. Der beste Hersteller bekommt ebenso einen Pokal wie das beste Team. Für die Wertung zur Markenmeisterschaft werden 2019 die erzielten Punkte der jeweils vier bestplatzierten Fahrer eines Herstellers aus den Qualifyings und den Wertungsläufen addiert. Für die Teamwertung werden die Punkte der beiden Fahrer pro Team zusammengezählt. Bei Audi ist dies einfach, jedes Werksteam hat zwei Fahrer. BMW und Aston Martin haben hingegen nur zwei bzw. ein Team - beide Hersteller arbeiten deshalb mit vorher festgelegten Fahrer-Duos, die später als "Team" gewertet werden.

Boxenstopps: Sie sind in der DTM Pflicht. Bedeutet: Jeder Fahrer muss während des Rennens einmal zum Reifenwechsel an die Box. Wann, das ist komplett ihm überlassen. Maximal neun Mechaniker dürfen an dem Auto arbeiten, dadurch dauert der Stopp deutlich länger als früher - und ist deutlich fehleranfälliger.

Funk: Früher wurde dem Fahrer per Funk alles mitgeteilt. Luftdruck, Zeiten, Abstände, Probleme. Seit 2017 herrscht Schweigen. Genauer gesagt: Der Fahrer darf noch munter in den Funk quatschen, es wird ihm auch zugehört. Nur Antworten bekommt er keine mehr. Ausnahme: Beim Boxenstopp oder in Gefahrsituationen. Kommuniziert werden kann nur noch über die Boxentafeln, und auch das ist mit vorher anzugebenden Buchstaben oder Symbolen stark eingeschränkt.

DRS: Das "Drag Reduction System" kennen Motorsportfans aus der Formel 1. Der Heckflügel ist auch in der DTM verstellbar, wodurch der Luftwiderstand kurzzeitig reduziert wird. Ergo: Das Auto ist schneller. DRS ist ein Tool zum Überholen und kann in allen Rennen insgesamt in maximal zwölf Runden aktiviert werden. Voraussetzung: Der Abstand zum Vordermann darf bei Start/Ziel nicht größer als drei Sekunden sein.Neu ab dieser Saison: Die Fahrer können – außer dem Führenden – in den letzten fünf Runden DRS unabhängig vom Abstand zum Vordermann einsetzen. 

 

Parc fermé: Das "Gefängnis" der DTM, die Autos befinden sich im Parc fermé (deutsch: geschlossener Park) unter Aufsicht der Rennleitung. Damit soll sichergestellt werden, dass das Rennen mit dem Auto gefahren wird, mit dem auch das Qualifying bestritten wurde. Es dürfen also zwischen Quali und Rennen nur wenige Arbeiten oder Änderungen an den Autos vorgenommen werden. Zwischen Samstag und Sonntag muss zudem eine festgelegte Ruhezeit eingehalten werden.

Rennformat: Die Rennen in der DTM dauern 55 Minuten plus eine Runde. Beim Auftakt 2019 in Hockenheim wurde kurzzeitig ein neues Format eingeführt - eine feste Rundenzahl wurde angesetzt, der eine Renndauer von 58 Minuten als Orientierung zu Grunde lag - nach den beiden Rennen aber wieder abgeschafft. Neu ist aber die Möglichkeit der "Nachspielzeit": Nach einer Safety-Car-Phase kann der Rennleiter das Rennen um bis zu zwei Runden verlängern.

Reifen: Man unterschätzt sehr schnell, welchen Einfluss das "schwarze Gold" in der DTM hat, vor allem mit dem neuen Motor und der höheren Leistung, die den Abbau auf der Hinterachse beschleunigt. Sogenannte Reifenflüsterer, also Fahrer, die die Pneus schonen und trotzdem schnell unterwegs sind, haben Vorteile. Eine clevere Taktik in Verbindung mit dem Boxenstopps ist ebenso gefragt.

Außerdem dürfen die Reifen nicht mehr vorgewärmt werden. Die Folge: Bis sie auf der Strecke auf Betriebstemperatur sind, fährt der Pilot wie auf Eis.

Startprozedere: Der Start erfolgt wie in der Formel 1 stehend und in versetzten Startreihen. Vor dem eigentlichen Start gibt es eine Einführungsrunde, in der die Fahrer ihre Autos, Reifen und Bremsen auf Betriebstemperatur bringen. Neu 2019: Eine Starthilfe fällt weg. Bisher konnten die Fahrer ihre DTM-Autos während der letzten Sekunden vor dem Start "vorspannen", das heißt: eine elektronische Arretierung des Bremsventils via Schalter am Lenkrad sowie optische Hilfen (Dioden), die den optimalen Schleifpunkt der Kupplung anzeigten, sorgten für einen nahezu perfekten Start. 2019 kommt es auch beim Start stärker auf die Fähigkeiten der Fahrer an. 

Safety Car und Restart: Sollte es zu einem Unfall auf der Strecke kommen, kann das Safety Car zum Einsatz kommen, bis die Unfallstelle geräumt ist. Überholen ist in dieser Zeit natürlich verboten. Ist die Safety-Car-Phase beendet, kommt der "Indy-Restart" zum Einsatz. Heißt: Die Autos fahren in Zweierreihen auf die Startlinie zu. Der Führende gibt dabei das Tempo vor.

Legt er los, dürfen auch die anderen. Wichtig: Vor dem Überqueren der Startlinie darf kein Auto aus der Formation ausscheren.

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