Neben Michael Schumacher hatte Nico Rosberg in seiner Anfangszeit bei Merced... - Bildquelle: Motorsport ImagesNeben Michael Schumacher hatte Nico Rosberg in seiner Anfangszeit bei Mercedes nichts zu sagen © Motorsport Images

München - Nico Rosberg hatte es zu Beginn seiner Zeit bei Mercedes nicht leicht. Als er 2010 zu den Silberpfeilen wechselte, stand vor allem sein damaliger Teamkollege im Rampenlicht. Mercedes hatte es geschafft, Rekordweltmeister Michael Schumacher aus dem Ruhestand zurückzuholen. Und nicht nur in der Öffentlichkeit bekam "Schumi" damals größere Aufmerksamkeit, sondern auch innerhalb das Teams.

In seinem Podcast 'Beyond Victory' verrät Rosberg im Gespräch mit Claire Williams, dass er zu Beginn der gemeinsamen Zeit bei Mercedes in den Strategiemeetings nichts zu sagen hatte: "Sie haben sich einen Dreck für mich interessiert", berichtet der Weltmeister von 2016 und ergänzt: "Ich übertreibe hier etwas. Aber selbst meine eigene Strategie wurde mehr mit Michael als mit mir diskutiert."

Nico Rosberg: "Schumacher war Gott"

"Sie haben es nicht böse gemeint. Es lag einfach daran, dass 'Gott' im Raum saß. Michael Schumacher war Gott", erklärt Rosberg. Er selbst sei damals hingegen nur ein "kleiner Kerl" gewesen, der noch nicht ein einziges Formel-1-Rennen gewonnen hatte. Rosberg sprach das Problem intern anschließend an und forderte mehr Respekt ein. Mit Erfolg.

Er sei zu der "entsprechenden Person" gegangen und habe die Sache von Angesicht zu Angesicht geklärt. Er verrät: "Ich habe die Situation erklärt und geschildert, wie es mir damit geht - aber respektvoll. Ich sagte: 'Ich verdiene in so einem Strategiemeeting genau die gleiche Aufmerksamkeit wie Michael Schumacher. Besonders wenn ihr über meine Strategie sprecht.'"

"Schon im nächsten Strategiemeeting hatte es so einen Einfluss, dass ich fast mehr Beachtung [als Michael] bekam", berichtet Rosberg. Er habe dadurch vor allem gelernt, wie wichtig eine "offene Kommunikation" im Team sei. Auch generell im Leben sei es so, dass man offen sein und seine Emotionen zeigen müsse. Ihm selbst hat das damals jedenfalls geholfen, sich intern zu behaupten.

Rosberg und Schumacher fuhren zwischen 2010 und 2012 insgesamt drei Jahre gemeinsam für die Silberpfeile - mit der besseren Bilanz für Rosberg. Die WM beendete er in allen drei Saisons vor Schumacher. Zudem holte er 2012 in China den einzigen Mercedes-Sieg in diesem Zeitraum.

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