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Vettel über seine Red-Bull-Jahre: Wir wurden am Anfang ausgelacht!

  • Aktualisiert: 03.01.2023
  • 11:55 Uhr
  • Motorsport-Total
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© Motorsport Images
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Sebastian Vettel erinnert sich an seine Zeit bei Red Bull und daran zurück, wie das Team damals wahrgenommen wurde - Lob von Christian Horner und Adrian Newey

Den Traum vom WM-Titel mit Ferrari konnte sich Sebastian Vettel nie erfüllen. Doch mit vier WM-Titeln in Serie für Red Bull zwischen 2010 und 2013 hat der Deutsche, der seine Karriere Ende 2022 beendet hat, seinen Platz in den Formel-1-Geschichtsbüchern sicher.

Sein Debüt in der Königsklasse gab Vettel zwar 2007 für BMW-Sauber, doch ab Sommer des Jahres fuhr er für Red Bulls Nachwuchsteam Toro Rosso, 2009 folgte der Aufstieg ins A-Team. Und damals trauten nicht alle Vettel und Red Bull die ganz großen Erfolge zu.

"Zur damaligen Zeit wurden wir ausgelacht und es wurde gesagt: Ihr bringt ja nur Dosen mit zur Strecke, was wollt ihr hier ein Auto bauen?", erinnert sich Vettel bei 'Sky' zurück und ergänzt: "Als wir dann vorne dabei waren, dann hat das natürlich ganz schön Wirkung gezeigt."

Erst zur Saison 2005 hatte der Energydrink-Hersteller aus Österreich das Jaguar-Team übernommen. Was damals viele zunächst für einen reinen Werbegag hielten, änderte sich spätestens mit dem ersten Red-Bull-Sieg durch Vettel beim Großen Preis von China 2009.

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Viel Lob für Vettels harte Arbeit

Bereits zuvor hatte Vettel selbst für Toro Rosso 2008 in Monza sensationell seinen ersten Formel-1-Sieg geholt. "Toro Rosso, wie [AlphaTauri] damals hieß, bot einigen dieser Red-Bull-Junioren die Chance [auf ein Formel-1-Cockpit]", blickt Christian Horner zurück.

"Sobald Sebastian diese Möglichkeit erhielt, war es klar, dass er ein herausragendes Talent war", erinnert sich Horner, der seit dem ersten Red-Bull-Rennen 2005 als Teamchef an der Boxenmauer sitzt und somit Vettels komplette Zeit bei den Bullen begleitete.

"Sebastian hat unglaublich hart gearbeitet", erinnert sich der heute 49-Jährige und verrät: "Er war unglaublich entschlossen. Er ließ keinen Stein auf dem anderen. Er war am Ende eines Freitags oder Samstags oft der Letzte im Ingenieursbüro."

"Er war in seiner Herangehensweise sehr methodisch und hat sich selbst viel abverlangt", berichtet Adrian Newey, ein weiterer Wegbegleiter Vettels bei Red Bull. "Wenn er einen Fehler macht, dann wollte er verstehen, warum es ein Fehler war und was er besser machen kann."

Zeit für Vettel "sehr speziell"

"Er hat den gleichen Fehler nur ganz selten zweimal gemacht", betont Newey und erklärt, das habe einen positiven Effekt auf das ganze Team gehabt. "Das Team war oft bereit, sich besonders anzustrengen, weil sie seine Arbeit und seinen Einsatz sahen, zu dem er bereit war."

Verpasste Vettel den WM-Titel 2009 noch knapp, startete er ab 2010 seinen großen Triumphzug. "Im Nachhinein war es eine sehr, sehr schöne Zeit", blickt Vettel zurück und erklärt: "Natürlich war die Zeit damals sehr speziell, dass alles so zusammenkam."

"Wir waren vielleicht anfangs noch nicht so gut, sind da irgendwo gemeinsam reingewachsen", so Vettel, der daran erinnert, dass auch er selbst damals "noch sehr jung" gewesen sei. Bei seinem ersten Red-Bull-Rennen war Vettel gerade einmal 21.

2010 wurde er mit 23 Jahren, vier Monaten und elf Tagen zum bis heute jüngsten Weltmeister in der Formel-1-Geschichte. "Für mich war einfach der Blick nach vorne gerichtet, und ich wollte immer weiter und immer höher", erinnert er sich an diese Jahre.

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Mit Vettel-Abschied endete bei Red Bull eine Ära

"Jetzt rückblickend war es natürlich eine fantastische Zeit", schwärmt der inzwischen 35-jährige Vettel und gesteht im Hinblick auf seine ersten Formel-1-Jahre: "Wenn man dann irgendwo um den zehnten, zwölften, fünften, achten, 15. Platz fährt, ist das hart."

"Aber natürlich kommt es dann so richtig in Schwung, wenn man dann konstant vorne ist und dann auf einmal so das ganze Establishment [...] durcheinanderbringt", grinst Vettel, der bis Ende 2014 bei Red Bull fuhr und anschließend zu Ferrari wechselte.

Ein weiterer WM-Titel blieb ihm dort verwehrt, und auch Red Bull musste nach Vettels Abschied auf der anderen Seite anschließend bis 2021 warten, ehe Max Verstappen die Weltmeisterschaft zum ersten Mal seit acht Jahren wieder nach Milton Keynes holte.

Inzwischen stehen die Bullen bei sechs Titeln in der Fahrer-WM und fünf Konstrukteurs-Weltmeisterschaften. Das Lachen ist der Konkurrenz längst vergangen. Und Sebastian Vettel hat einen großen Anteil daran.


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