Bach: Afghanische Olympia-Sportler nicht im Heimatland - Bildquelle: AFPSIDYASUYOSHI CHIBABach: Afghanische Olympia-Sportler nicht im Heimatland © AFPSIDYASUYOSHI CHIBA

Köln (SID) - Sämtliche Athletinnen und Athleten aus Afghanistan, die an den Olympischen Spielen in Tokio teilgenommen haben, befinden sich außerhalb ihres von den Taliban aufgewühlten Heimatlandes. Dies erklärte IOC-Präsident Thomas Bach am Mittwoch. Gleiches gelte für zwei Wintersportler, die sich auf die anstehenden Spiele in Peking (4. bis 22. Februar 2022) vorbereiten.

Darüber hinaus habe "eine signifikante Anzahl" weiterer Mitglieder der olympischen Gemeinschaft in Afghanistan humanitäre Visa erhalten und das Land verlassen, sagte der 67-Jährige. Man versuche nun, weiteren Menschen, vor allem Frauen und Mädchen, bei der Ausreise zu helfen.

Die Ringe-Organisation sei bereits am 8. August, dem Tag der Olympia-Schlussfeier, vom Nationalen Olympischen Komitee Afghanistans, kontaktiert und "mit ernsthaften Bedenken hinsichtlich der politischen und militärischen Entwicklungen" konfrontiert worden, so Bach. Am 15. August verkündeten die Taliban in Afghanistan offiziell ihren Sieg über die demokratische Regierung des Landes. 

Der Olympiasieger von 1976 versicherte, das bestehende Nationale Olympische Komitee Afghanistans werde weiterhin als einziges NOK des Landes anerkannt. "Alle neuen Entwicklungen werden im Einklang mit der Olympischen Charta behandelt, die gute Regierungsführung und Nichtdiskriminierung, insbesondere im Hinblick auf Frauen und Mädchen, fordert", sagte Bach.

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