Thomas Bach sieht keine Gefahr für Olympia-Zeitplan - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDThomas Bach sieht keine Gefahr für Olympia-Zeitplan © PIXATHLONPIXATHLONSID

Köln (SID) - Präsident Thomas Bach (66) vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) sieht in der Coronavirus-Epidemie keine Gefahr für die planmäßige Durchführung der Olympischen Spiele in Tokio (24. Juli bis 9. August). Er werde den "Flammen der Spekulation" keine weitere Nahrung geben sagte Bach am Donnerstag gegenüber japanischen Medien und betonte: "Das IOC setzt sich in Zusammenarbeit mit allen Behörden und den nationalen olympischen Komitees für den Erfolg der am 24. Juli beginnenden Olympischen Spiele in Tokio ein."

Die Vorbereitungen auf das Mega-Event werden wie geplant fortgesetzt, sagte Bach: "Sie liegen im Zeitplan." Das IOC setze alles daran, dass nicht nur die Spiele in Tokio ein Erfolg würden, sondern auch die Qualifikationen und Vorbereitungen der Athleten. Zudem habe "die Sicherheit jedes Teilnehmers an den Olympischen Spielen - ob Athlet, Offizieller oder Zuschauer - für das IOC als auch für das Organisationskomitee Tokio 2020 oberste Priorität."

Derweil hat der führende japanische Infektions-Experte Norio Ohmagari für die Spiele konkrete Gefahren ausgemacht. "Wir stehen am Scheidepunkt für eine Eindämmung des Coronavirus. Sollte die Zahl der Infizierten im Land in den nächsten drei Wochen nicht abnehmen, sollte man wirklich darüber nachdenken, die Olympischen Spiele auszutragen oder nicht. Das ist eine große Entscheidung", sagte der Direktor der Abteilung für Infektionskrankheiten im nationalen Gesundheitszentrum am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

In Japan haben sich mittlerweile fast 200 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, drei Menschen starben. Ein zusätzlicher Infektionsherd war das Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess", das mit 3700 Passagieren und Besatzungsmitgliedern zwei Wochen im Hafen von Yokohama unter Quarantäne stand. Bei mehr als 700 Menschen an Bord wurde eine Infektion festgestellt, vier Passagiere starben. Bei mehreren Passagieren, die nach einem negativen Test von Bord gehen durften, wurde das Virus erst nach ihrer Heimkehr nachgewiesen.

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