Strahlenbelastung des J-Village deutlich über Grenzwert - Bildquelle: AFPSIDCHARLY TRIBALLEAUStrahlenbelastung des J-Village deutlich über Grenzwert © AFPSIDCHARLY TRIBALLEAU

Tokio (SID) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Mittwoch auf radioaktive Hotspots nahe des Startpunktes für den olympischen Fackellauf der Sommerspiele 2020 in Tokio hingewiesen. Demnach lag die Strahlenbelastung in der Nähe des 20 Kilometer von Fukushima entfernt gelegenen Sportzentrums J-Village deutlich über den zulässigen Grenzwerten.

Wie die weltweit tätige Organisation mitteilte, betrugen die Werte einen Meter über der Erdoberfläche teilweise bis zu 1,7 Mikrosievert pro Stunde. Der landesweite Grenzwert liegt bei 0,23, in Tokio sogar nur bei 0,04. An den Hotspots wurden laut Greenpeace sogar 71 Mikrosievert pro Stunde gemessen. Auf der Internetseite des J-Village wurde dagegen am Mittwoch lediglich ein Wert 0,111 Mikrosievert pro Stunde veröffentlicht.

Tokio Electric Power, der Betreiber des 2011 von der nuklearen Katastrophe betroffenen Kernkraftwerkes in Fukushima, gab bekannt, man habe die betroffenen Punkte der Region auf Anweisung des japanischen Umweltministeriums gereinigt.

Der olympische Fackellauf beginnt seinen Weg durch Japan in der Region Fukushima. Das J-Village, das seit dem Erdbeben und dem folgenden Tsunami in Fukushima als operatives Center für die Kampf gegen die Folgen der Katastrophe eingerichtet worden war, wird seit April dieses Jahres für den Sport genutzt. Die zweiten Sommerspiele in Japan nach 1964 gehen vom 24. Juli bis 9. August 2020.

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