Auch die Olympischen Winterspiele 2018 waren betroffen - Bildquelle: AFPSIDFRANCOIS-XAVIER MARITAuch die Olympischen Winterspiele 2018 waren betroffen © AFPSIDFRANCOIS-XAVIER MARIT

Washington (SID) - Wegen jahrelanger weltweiter Hackerangriffe, darunter auch auf die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang, sind in den USA sechs russische Geheimdienstmitarbeiter angeklagt worden. Das teilte das US-Justizministerium mit. Den Agenten wird vorgeworfen, die "destruktivste und zerstörerischste Serie von Cyberangriffen durchgeführt zu haben, die je einer einzelnen Gruppe zugeordnet werden konnte", sagte der stellvertretende Minister für Heimatschutz, John Demers, auf einer Pressekonferenz.

Zwischen 2015 und 2019 soll die Gruppe unter anderem Infrastruktur in der Ukraine, Indien und den Niederlanden ins Visier genommen und auch die französische Präsidentenwahl 2017 gestört haben. Bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang, bei denen russische Athleten wegen systematischen Dopings in ihrem Land nur als "Olympische Athleten aus Russland" antreten durften, sollen sie unter anderem für "Phishing-Attacken" verantwortlich gewesen sein. Zudem sollen sie mit einem Programm namens "Olympic Destroyer" die Eröffnungsfeier gestört haben. 

Zeitgleich beschuldigte die britische Regierung Russlands Militärgeheimdienst, die Angriffe fortzusetzen. Nach Angaben des britischen Außenministers Dominic Raab sollen Ziele in Zusammenhang mit den letztlich auf 2021 verschobenen Sommerspielen in Tokio ausspioniert worden sein.

In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Cyberangriffe auf Sportorganisationen gegeben. Unter anderem waren dabei die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und die US-Anti-Doping-Agentur USADA in den Fokus genommen worden.

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