In Doha liefen die Athleten unter extremen Bedingungen - Bildquelle: AFPSIDGIUSEPPE CACACEIn Doha liefen die Athleten unter extremen Bedingungen © AFPSIDGIUSEPPE CACACE

Lausanne (SID) - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) reagiert nach den verstörenden Bildern der Leichtathletik-WM in Doha auf die drohende Hitze bei den Sommerspielen 2020 in Tokio: Die Marathon- und Geher-Wettbewerbe sollen nach Sapporo in die nördlich gelegene Präfektur Hokkaido verlegt werden. Dort herrschen niedrigere Temperaturen, in Tokio werden mehr als 40 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit befürchtet.

Die geplante Verlegung der Langstreckenrennen in die Stadt der Winterspiele von 1972, die mehr als 800 Kilometer Luftlinie von Tokio entfernt liegt, ist eine der Maßnahmen des IOC in Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee für den Schutz der Athleten und Zuschauer. Veränderte Startzeiten in der Leichtathletik, beim Rugby und Radfahren gehören ebenfalls dazu.

Die endgültige Entscheidung über die Austragung der Wettbewerbe in Sapporo soll am 30. Oktober oder 1. November fallen. "Die Gesundheit und das Wohlbefinden stehen immer im Mittelpunkt unseres Interesses", sagte IOC-Präsident Thomas Bach: "Die neuen weitreichenden Vorschläge, die Marathon- und Geher-Wettbewerbe zu verlegen, zeigen, wie ernst wir die Sorgen nehmen."

Bei der Leichtathletik-WM in Doha hatten die Athletinnen und Athleten im Marathon sowie beim Gehen trotz nächtlicher Startzeiten unter den extremen Bedingungen zu kämpfen. Der Weltverband IAAF arbeite eng mit dem IOC und dem Organisationskomitee zusammen, sagte Präsident Sebastian Coe: "Wir werden weiter gemeinsam daran arbeiten, um den Vorschlag umzusetzen, die Events nach Sapporo zu verlegen."

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